Inguschetien
| Inguschetien | |
|---|---|
| thumb|200px|center|Lage in Russland | |
| Staat: | Russland |
| Föderationskreis: | Südrussland |
| Fläche: | 2.963 km² |
| Einwohner: | 451.000 |
| Hauptstadt: | Magas |
| Bevölkerungsdichte: | 152 Einwohner/km² |
| Kfz-Kennzeichen: | 06
|
Das im Nordkaukasus gelegene Inguschetien ist seit 1991 eine kleinere Republik im südlichen Teil des europäischen Russland.
| Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Inguschetien ist eine sehr kleine Republik Russlands und liegt im nördlichen Kaukasusvorland zwischen Nordossetien im Westen und der Unruheregion Tschetschenien im Osten.
Bevölkerung
In Inguschetien lebten anlässlich der Volkszählung 2002 467294 Einwohner. Neben den 361057(=77,27%) Inguschen bekannten sich 5559(=1,19%%) Personen als Russen und 95403 Menschen(=20,42%) zu den Tschetschenen. Die inguschetische Sprache gehört zu den kaukasischen Sprachen und ähnelt dem Tschetschenischen. Überwiegend gehören die Menschen der islamischen Religion an, aber auch die russisch-orthodoxe Kirche ist vertreten.
Städte
Die mit Abstand grösste Siedlung ist die ehemalige Hauptstadt Nasran. Weiter grosse Orte sind Ordschonikidsewkaia, Malgobek, Karabulak, Ekatschewo und Troitskaia. Offizielle Hauptstadt ist seit 2003 die neuerrichtete Stadt Magas. Amtssprachen sind die inguschetische Sprache und die russische Sprache.
Verwaltung
Der Staatschef der Republik heißt Murat Sjasikow.
Geschichte
Inguschetien war zu Zeiten der Sowjetunion Teil der Tschetschenisch-Inguschetischen Autonomen Sowjetrepublik (ASSR). Mit Auflösung der UdSSR und Trennung von Tschetschenien wurde Inguschetien 1992 eigene Republik innerhalb Russlands. Später wurde Magas zur neuen Hauptstadt erklärt und löste damit Nasran als Regierungssitz ab. Im Juni 2004 kam es zu einem großangelegten Überfall tschetschenischer Terroristen (siehe Terroranschlag von Inguschetien). Etwa 200 schwerbewaffnete Personen überfielen Regierungsgebäude und strategisch wichtige Objekte. Es gab zahlreiche Opfer zu beklagen – mehr als 40, unter ihnen auch der amtierende Innenminister Kostojew.
Wirtschaft
Wirtschaftlich dominiert die Landwirtschaft. Zu den wichtigsten Bodenschätzen zählt Mineralwasser. Um die Wirtschaft anzukurbeln, wurde das Gebiet zur freien Wirtschaftszone erklärt, auch der Tourismus soll gefördert werden. Die Nähe zu Tschetschenien lässt bisher allerdings alle Versuche im Sand verlaufen.
