Inkommensurabilität

Allgemein heißen zwei Größen kommensurabel (lat. zusammen messbar), wenn sie mit gleichem Maß messbar sind, oder wenn sie vergleichbar sind.

In der Mathematik heißen zwei Größen a und b kommensurabel, wenn sie ganzzahlige Vielfache einer dritten Größe c sind. Diese Bezeichnung kommt daher, dass man diese Größen mit einem gemeinsamen Maß c messen kann, indem man sie als ganze Vielfache von c darstellt. Sind zwei Größen nicht kommensurabel, dann sind sie inkommensurabel. Siehe Inkommensurabilität (Mathematik).
Physikalisch bezeichnet Inkommensurabilität die Unvergleichbarkeit von Stoffen mit Messwerten wegen fehlender, zum Vergleich geeigneter, Eigenschaften. Man kann beispielsweise die Steifigkeit eines Festkörpers nicht mit der eines Gases vergleichen, weil ein Gas die Eigenschaft Steifigkeit gar nicht besitzt. Gase und Festkörper sind in Bezug auf diese Eigenschaft inkommensurabel.
Der Philosoph Thomas Kuhn bezeichnete zwei aufeinanderfolgende Paradigmen als wissenschaftlich inkommensurabel. Siehe Inkommensurabilität von Paradigmen.

See also: Inkommensurabilität, Ganze Zahlen, Inkommensurabilität (Mathematik), Latein, Mathematik, Paradigma, Thomas Kuhn, Wissenschaftsphilosophie