Insektizid
thumb|Flugzeug welches Insektizide über einem Feld versprüht Ein Insektizid ist eine Substanz, die zur Abtötung von Insekten und deren Entwicklungsstadien verwendet wird. Insektizide werden in der Landwirtschaft, zum Vorrats- und Materialschutz, sowie im Hygienebereich angewendet. Insektizide wirken u.a. als Nervengift auf das Nervensystem der Insekten ein.
Wirkstoffe
Die Aufnahme der Wirkstoffe kann als Atemgift über die Atemwege, als Fraßgift über den Verdauungstrakt oder als Kontaktgift nach Berührung erfolgen. Wirkstoffgruppen sind
- Naturstoffe wie Pyrethrum, Quassin, Rotenon und Zimtöl
- Pyrethroide
- Carbamate wie Triazamat
- Alkenylester
- organische Phosphorsäure-Ester, wie Parathion
- Pyridylmethylamine
- Chlorkohlenwasserstoffe
Außerdem gibt es Insektizide auf Basis von Pilzen (Paecilomyces fumosoroseus), Fadenwürmer (Nematoda), Bakterien (Bacteria) und Viren. Eine Zusammenstellung von höheren Pflanzen, aus denen Insektizide gewonnen werden, findet sich im Artikel Nutzpflanzen.
Literatur
- Marion Beckmann, Karl-Josef Haack: Insektizide für die Landwirtschaft: Chemische Schädlingsbekämpfung. Chemie in unserer Zeit 37(2), S. 88 - 97 (2003), ISSN 0009-2851
Siehe auch:
Akarizid | Algizid | Bakterizid | Fungizid | Herbizid | Insektizid | Molluskizid | Nematizid | Pestizid | Rodentizid | Viruzid | Wuchsstoff
