Inselbogen
Ein Inselbogen ist eine spezielle geografische Erscheinungsform von Inseln. Er entsteht durch Plattentektonik, wenn eine ozeanische Platte unter eine andere Platte abtaucht (Subduktion).
400px|thumb|Subduktion einer ozeanischen Platte unter eine Kontinentalplatte
Zum einen werden häufig von der abtauchenden Platte oberste Sedimentreste abgeschert, die am Plattenrand der aufliegenden Platte angestaut werden.
Zum anderen erzeugt die Reibung der beiden Platten eine hohe Temperatur, wodurch die abtauchende Platte zu Magma aufgeschmolzen wird: Ozeanische Platten bestehen aus Basalt. Wird Basalt geschmolzen, strebt es vehement durch Klüfte und Sprünge nach oben. Es erreicht die Oberfläche und lässt Lava speiende Vulkane entstehen. Typisch für Inselbögen sind daher neben äußerst tätigen Vulkanen ihre grünlich-schwarze Strände. Sie bestehen aus Olivin, dem Abtragungsprodukt der Vulkankegel. Dieses Mineral entsteht in Magmatiten, also allem, was aus Magma besteht, und auch bei metamorphen, d.h. unter großer Hitze und/oder großem Druck veränderten Sedimenten.
Auf der ozeanischen Seite des Inselbogens, dort wo die subduzierte Platte unter die aufliegende Platte abtaucht, befindet sich ein Tiefseegraben.
Taucht die ozeanische Platte unter eine Kontinentalplatte, werden die Bögen zum Teil auch an das Festland angeschweißt, wie das etwa bei den Anden der Fall ist.
Japan ist ein schönes Beispiel eines Inselbogens.
| 250px|thumb|Vulkan auf einer Alëuten-Insel | 250px|thumb|Japan aus dem All | 200px|thumb|Entstehung eines Inselbogens, wenn sich eine Platte in die Erdkugel schiebt |
