Inselkeltische Sprachen

Als inselkeltische Sprachen werden in der Sprachwissenschaft sämtliche Sprachen zusammengefasst, die auf eine oder mehrere ursprünglich auf den britischen Inseln gesprochene keltische Sprachen zurückgehen. Diese Sprachgruppe wird in zwei Untergruppen eingeteilt:

Die Bezeichnungen Nord- und Südbritannisch bzw. West- und Ost-Goidelisch werden selten verwendet. Ob das Piktische und das Shelta ebenfalls zu den inselkeltischen Sprachen gehören, ist strittig. Das Piktische ist zu schwach belegt, um genau klassifiziert zu werden (einige Punkte sprechen für eine Zugehörigkeit zum Britannischen), und Shelta ist eine Sprache mit Elementen diverser Herkunft.

Um die Zeitenwende wurden höchstwahrscheinlich auf dem gesamten Gebiet der britischen Inseln inselkeltische Sprachen gesprochen (sofern das Piktische dazuzählt). Heute sind alle noch gesprochenen inselkeltischen Sprachen vom Aussterben bedroht und existieren als Mutter- oder Erstsprache nur noch in Randgebieten.

Gemeinsam ist allen inselkeltischen Sprachen die Satzstellung VSO (Verb-Subjekt-Objekt), wobei im Bretonischen sehr häufig andere Satzglieder vorn stehen. Außerdem weisen alle diese Sprachen Anfangsmutationen auf, ein sprachliches Merkmal, das in den festlandkeltischen Sprachen kaum oder nicht systematisch auftritt.

Die grundlegenden Unterschiede zwischen den beiden Hauptgruppen:

See also: Inselkeltische Sprachen, 1777, 1974, Anfangsmutationen, Bretagne, Bretonische Sprache, Britannische Sprachen, Britische Inseln, Cant, Cornwall