Institut
Ein Institut (lat. instituere = einrichten, errichten; PPP: institutum) ist eine Einrichtung (Institution) mit eigener Verfassung (Konstitution), meistens eine Anstalt, die wissenschaftlichen Arbeiten, der Forschung, der Erziehung o. ä. dient. Institute sind häufig Teil einer Hochschule oder einer Fakultät einer Hochschule und haben überwiegend öffentliche Träger oder sind als Stiftungen organisiert. Daneben existieren auch An-Institute.
In einigen Bundesländern ist die Bezeichnung Institut ausdrücklich einem öffentlichen Träger vorbehalten. Daneben gibt es auch gewerbliche Institute: Beerdigungsinstitut, Eheanbahnungsinstitut, also private Einrichtungen oder Unternehmen, die vorzugsweise Dienstleistungen erbringen. Diese nunmehr privaten sind nicht selten aus ehemals öffentlichen Einrichtungen hervorgegangen und haben ihren Namen behalten.
Institute in Lobbyarbeit und Public Relations
Der Institutsbegriff wird heute in der Öffentlichkeitsarbeit von Konzernen und Verbänden benutzt um reine Eigeninteressen in ein universitär-staatlich wirkendendes Erscheinungsbild zu verpacken. Journalisten neigen oft dazu, Pressemitteilungen und Veröffentlichungen dieser "Institute" ungeprüft weiterzugeben, ohne auf die dahinterstehenden Interessen hinzuweisen. Beispiele:
- Deutsches Aktieninstitut, gegründet als Arbeitskreis zur Förderung der Aktie mit dem selbstgesetzten Auftrag: “Als Verband der börsennotierten und im Umfeld der Börse tätigen Unternehmen und Institutionen der Förderung der Aktienakzeptanz in Deutschland verpflichtet”
- Deutsches Institut für Altersvorsorge (DIA), gehört zum Deutsche-Bank-Konzern.
- Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen, In den Medien oft nur Städtebauinstitut. Das "Institut" ist quasi identisch mit dem "Verband der Privaten Bausparkassen".
