Institut für die harmonische Entwicklung des Menschen

Das Institut für die harmonische Entwicklung des Menschen in der Prieuré in Fontainebleau bei Paris wurde 1922 durch den kaukasischen "Weisheitslehrer" Georg Iwanowitsch Gurdjieff gegründet und bestand bis 1932. Danach führte Gurdjieff die Arbeit mit verschiedenen Gruppen und einzelnen Schülern - während der deutschen Besatzung in der Rue des Colonels Rénard - in Paris sowie bei weitgedehnten Reisen nach und in den USA fort.

Das Programm dieser "esoterischen Schule" verfolgte das Ziel, die "Schüler" zu einer voll- und eigenständigen Entwicklung ihres menschlichen Potenzials zu befähigen. Später wurde dieses System auch der Vierte Weg (vgl. Ouspensky) genannt.

Gerade auch die charismatische Persönlichkeit Gurdjieffs zog immer mehr internationale Künstler und Intellektuelle an, darunter den Verleger und Herausgeber der epochalen Zeitschrift New Age, A. R. Orage, den amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright, den Psychoanalytiker Maurice Nicoll und den Physiker und Mathematiker John Bennett.

Im damaligen Frankreich wurde denn auch bald von den "Waldphilosophen" gesprochen, da das Institut in einem grossen Wald bei Paris lag und von dort immer wieder schillernde Geschichten an die Öffentlichkeit kamen. So wurde etwa auch der Fall der australischen Schriftstellerin Katherine Mansfield skandalisiert, die in moribundem Zustand ihre letzte Zuflucht bei Gurdjieff suchte und bald darauf unter kontrovers diskutierten Umständen in der Prieuré an ihrer Tuberkulose starb.

Literatur über Gurdjieff und das Institut

Literatur über Gurdjieff und sein Lehre

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