International Academy of Science

Die International Academy of Science ist die renommierteste trans- und internationale Akademie der Wissenschaften.

Inhaltsverzeichnis

Gründungsgeschichte

Die International Academy of Science (IAS) wurde zusammen mit dem International Council of Scientific Development (ICSD) 1980 unter Mitwirkung von Linus Pauling (Ehrenpräsident), Ilya Prigogine (Gründungspräsident der Akademie),Yujiro Ikemi, Sir John Kendrew, Lord Alexander Todd, Andrej Sacharow, Alexander Michailowitsch Prochorow, Jean Dausset und Konrad Lorenz als transnationale, inter- und transdisziplinäre Akademie der Wissenschaft gegründet. Es ging besonders in den Zeiten des Kalten Krieges und des Eisernen Vorhangs darum, persönliche Brücken und Netzwerke der Wissenschaft zwischen Ost und West, aber auch Nord und Süd zu bauen und die Wissenschaft im Dienst der Menschheit zu stellen. Aufgrund der hochsensibelen politischen Rahmenbedingungen im Zeitalter des Kalten Krieges (Beobachtung durch Geheimdienste), fanden Akademiesitzungen und Veranstaltungen, etc. in der Regel unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. Das verdeckte Wirken im "akademischen Untergrund" hat auch dazu geführt, dass die Akademie lange Zeit nur den Mitgliedern bekannt blieb und selten öffentlich in Erscheinung tratt.

Akademiemitglieder

Insgesamt gehören der International Academy of Science knapp 1000 Wissenschaftler (aus über 100 Ländern) an, darunter zahlreiche Nobelpreisträger (insgesamt über 120 mit Verstorbenen), Mitglieder von über 80 nationalen Akademien und zahlreiche Philosophen. Auch die verstorbenen Philosophen Karl Popper, Hans Jonas, Raymond Aron, Thomas Kuhn, Rheinhard Löw und Wolfgang Stegmüller waren Akademiemitglieder. Neben Wissenschaftlern gehören der Akademie auch Praktiker an, darunter zahlreiche (ehemalige) Regierungsmitglieder, Staatspräsidenten, etc. wie z.B. der ehemalige französische Außenminister, Schriftsteller und "Vater der Europäischen Union" Maurice Schumann (Mitglied der Académie Francaise) oder Favio Rios Peixoto (ehem. Minister für Stadtentwicklung und Umwelt von Brasilien) an.

Ziele und Forschungsgebiete

Die IAS ist eine Akademie der Wissenschaften mit transnationaler Ausrichtung. Zentrale Grundidee ist die Entwicklung von neuen wissenschaftlichen Ansätzen und Disziplinen (Wissenschaftsentwicklung), welche zu wirksamen Problemlösungen zu den drängenden Fragen der Menschheit führen sollen.

Ethik der Wissenschaft

Im Leitbild der Akademie ist das Prinzip Verantwortung der gesamten scientific community und des einzelnen Wissenschaftlers hierzu verankert.Die IAS arbeitet mit der von dem Akademiemitglied und Nobelpreisträger Jean Dausset gegründeten "Le Mouvement Universel de la Responsabilite Scientifique (M.U.R.S)", der Universellen Bewegung für wissenschaftliche Verantwortung zusammen, die die Verantwortung der Wissenschaft und des Wissenschaftlers in die Deklaration der Menschenrechte verankern will.

Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte

Sind die Geophysik, Biophysik, Humanmedizin, Physiologie, Terramedizin, Umwelt und Gesundheit, Ökologie, Global Change Forschung, Globalisierung und Nachhaltigkeit (Sustainability Science).

Kommissionen und Ausschüsse

Die Koordination erfolgt über Committees und Kommissionen. Diese gibt es für die Bereiche Forschung, Bildung, Gesundheit und Ökologie, Biophysik, etc. Derzeitger Präsident des Committees Health and Ecology ist Walter Kofler (Universität Innsbruck).

Die Akademie ist in Österreich, Deutschland, Frankreich, Russland, Japan und anderen Staaten als Körperschaft bzw. akademische Organisation eingetragen.

Nationale Sektionen

Nationale Sektionen wurden in Deutschland, Frankreich, Indien und in den letzten Jahren in Russland (1993), Japan (1991), Albanien (1995), Bulgarien (1990) und in Aserbaidschan (2001) aufgebaut.

Präsident der deutschen Sektion ist Dieter G. Weiss (Universität Rostock).

Besonders in Staaten der früheren Sowjetunion hat die IAS in den 90 er Jahren eine starke Wachstumsphase erlebt. Die größte Sektion der IAS ist die Russlands mit 28 Mitgliedsorganisationen (ICSD) und 328 Mitgliedern, darunter zahlreiche Spitzenforscher wie Alexander Michailowitsch Prochorow, N.N. Moissev, K.V. Sudakov, N.P. Laverov und der im Jahr 2000 verstorbene Nikolai Gennadijewitsch Bassow .

Netzwerk der Akademie (ICSD)

Dem International Council fo Scientific Development (ICSD-Netzwerk) gehören weltweit über 100 Institutionen an, darunter Universitäten, Akademien,Forschungseinrichtungen, Krankenhäuser, Stiftungen und Organisationen mit über 50.000 Wissenschaftler und über 1000 Fachinstituten. Eine Institutionalisierung, insbesondere durch Aufbau von Forschungseinrichtungen und eines virtuellen Universitätsnetzwwerks (International University der IAS)hat wegen fehlender Finanzmittel auf internationaler Ebene nur begrenzt stattgefunden.

Zum ICSD-Netzwerk gehören u.a. (unvollständige Auswahl):

Hopes for the Future for a Sustainable World Awards

Die International Academy of Science (Comittee Health and Ecology) verleiht unter Schirmherrschaft des Nobelpreisträgers Y.T. Lee in Zusammenarbeit mit der IUAPP (International Union of Air Pollution Prevention and Environmental Protection) seit 1994 den "Hopes for the Future for a Sustainable World Awards" in derzeit drei Kategorien:

Darüberhinaus verleiht die Russischen Sektion den:

Preisträger können auch Mitglieder der Akademie sein, wobei das Auswahlverfahren neutral ist.

Aufbauphase bis 2025

Nach rund 20 jähriger Gründungsphase geht es nun in der Aufbauphase (bis 2025) um eine verstärkte transnationale Institutionalisierung, völkerrechtliche Anerkennung z.B. als Sonderorganisation der Vereinten Nationen, um den Aufbau nationaler Sektionen in allen Staaten der Erde und um die Sicherung finanzieller Unterstützung, zur Durchführung größerer Forschungsprogramme und Projekte und zum Unterhalt der bestehenden und neuen Institute z.B. durch Stifter, regelmäßige finanzielle Unterstützung durch Staaten, private Förderer, etc..

Literatur

Weblinks

See also: International Academy of Science, 1980, Akademie, Akademie der Wissenschaften, Alexander Michailowitsch Prochorow, Andrej Sacharow, Aserbaidschan, Biophysik, Deutschland, Europäischen Union