Interpol (Musikgruppe)

Interpol ist eine Rockband aus New York, deren Sound sich stark an dem melancholischen Post Punk englischer Bands der frühen 80er Jahre orientiert. Am meisten orientieren sich Interpol an Joy Division, besonders die getragene Stimme des Sängers Paul Banks erinnert an die von Ian Curtis. Der Songaufbau ist oft ähnlich, eine langsame und getragene Melodie wird unterlegt von durchgehendem vier-viertel-Disco-Schlagzeug und groovy gespieltem Bass. Die meisten Lieder von Interpol sind daher trotz ihrer Melancholie tanzbar.

Von der Menge der Retro-Gitarrenbands, die dem seit 2001 andauernden Hype um Junge Neo-Punk-Bands aus New York kommen (Strokes, Liars, Yeah Yeah Yeahs) unterscheidet sich Interpol durch ihre distinguierte Selbststilisierung. Bei Auftritten ist die Band stets in Nebel gehüllt und von hinten beleuchtet, das Publikum wird weder angeschaut noch angeredet. Interpol folgen einem strikten Dresscode, Anzughosen, Hemden, Krawatten und Jacketts werden nicht ironisch aufgetragen wie bei den Hives, sondern unterstreichen den Pathos. Die Orginalität, die dem Sound und Songwriting manchmal fehlt, wird durch die überstilisierte Selbstinszenierung wieder wettgemacht.

Inhaltsverzeichnis

Bandgeschichte

Interpol wurde 1998 gegründet. Das Original-Line-up der Band war Greg am Schlagzeug, Daniel an der Gitarre, Paul sang und spielte die zweite Gitarre und Carlos am Bass. In den Jahren 1998 - 2000 schrieben sie die ersten Songs zusammen und mieteten sich heruntergekommende Aufnahmestudios um ihre Lieder einzuspielen. In dieser Zeit ließen sie sich von der Stadt New York inspirieren.

Im Jahre 2000 gab es einen Split in der Band: Drummer Greg verließ die Band. Die genauen Gründe für seinen Ausstieg sind noch heute unbekannt. Schnell wurde für ihn Ersatz gefunden. Sam Fogarino, den Daniel vom Plattengeschäft in der Nachbarschaft kannte, stieg ohne lang zu zögern in die Band ein. Sam war schon Drummer in diversen Bands vorher und so brachte er eine gesunde Portion Punkrock in die Band hinein. Danach spielten sie mehrere Gigs wie zum Beispiel im Brownies, Mercury Lounge oder The Bowery Ballrooom.

Ende 2000 veröffentlichten sie ihre erste EP im schottischen Label Chemikal Undergrund. Zur selben Zeit veröffentlichten sie einen bis dato unbekannten Track namens Song Seven. Nach diversen Sessions beim Londoner Radio XFM erlangten sie einen beträchtlichen Bekanntheitsgrad im Ausland. Im April 2001 traten Interpol in Glasgow, Manchester und London auf und hatten dann die Ehre, für den berühmten John Peel eine Session zu spielen.

Im November 2001 zog sich die Band zurück nach Connecticut, wo sie ihr mit den Aufnahmen zu ihrem Debutalbum in den Tarquin Studios begannen. Das Album wurde aufgenommen und gemixt von Peter Katis (Mercury Rev, Clem Snide) und Gareth Jones (Depeche Mode, Nick Cave & The Bad Seeds, Clinic, ... ). Sie nannten ihren Erstling Turn on the bright lights, der sogleich zu einem internationalen Erfolg wurde. Die renommierte Band REM ließ es sich nicht nehmen, den Song NYC zu covern. Nach der Veröffentlichung folgten unzählige Konzerte und Auftritte bei diversen Radiostationen.

Im August 2003 verkürzten Interpol ihrer stetig wachsenden Fangemeinde die Wartezeit zum regulären Longplay-Nachfolger mit der "Black EP". Darauf finden sich vier Live-Versionen ihres Debütalbums von einem französischen Radiokonzert sowie mit dem Song "Specialist" eine Single-B-Seite.

Dann im September 2004 war es endlich so weit. Die vier Dressmänner aus New York präsentierten ihre 2 Platte mit dem Namen "Antics". Sie wurde düsterer, launischer, besser und vor allem tanzbarer.


Label: Matador

Mitglieder

Diskographie

Alben

EPs

Weblinks

See also: Interpol (Musikgruppe), Bass, Connecticut, Depeche Mode, Dresscode, Gitarre, Glasgow, Groove (Musik), Hype, Ian Curtis