Intervall (Mathematik)

Ein Intervall ist eine Teilmenge einer Menge von Objekten, die definierte Nachbarn haben, so dass folgendes gilt:

Beispielsweise existiert das Intervall {5,6,7,8,9} als Teilmenge der natürlichen Zahlen. Für Mengen, die man anordnen kann, reicht es aus, wenn man das größte und kleinste Element des Intervalls angibt. Hierdurch ist das Intervall eindeutig bestimmt.

Man muss (zumindest in der Anschauung) Intervalle von Mengen, deren Elemente kontinuierlich angeordnet sind (z.B. die reellen Zahlen), von diskreten Mengen (z.B. ganze Zahlen) unterscheiden. Bei kontinuierlichen Zahlen gibt es keine Nachbarn, so dass der Begriff der Umgebung wichtig wird. Hier werden auch offene und geschlossene Intervalle (s.u.) unterschieden.

Schreibweisen

Es existieren zwei verschiedene häufig verwendete Schreibweisen. Bei eine der beiden verwendet man für ein offenes Ende runde und für ein geschlossenes Ende eckige Klammern. Bei der anderen Schreibweise werden geschlossene Enden ebenfalls durch eckige Klammern gekennzeichnet, offene Enden dagegen durch gespiegelte eckige Klammern. Im folgenden werden beide Schreibweisen verwendet:

Bei obiger Definition besteht übrigens nicht die Anforderungen a\leq b, sodass im Falle von a > b jedes Intervall leer ist. Daneben existieren auch je nach Anwendung Definitionen, die solche Intervalle nicht erlauben oder im Falle a > b einfach die Grenzen vertauschen.

Verallgemeinerung

In der Topologie sind reelle Intervalle Beispiele für zusammenhängende Mengen.

Alle hier für die reellen Zahlen \mathbb{R} gemachten Schreibweisen lassen sich direkt auf beliebige total geordnete Mengen übertragen.

Siehe auch: Intervallschachtelung, Intervallarithmetik

See also: Intervall (Mathematik), Element (Mathematik), Intervallarithmetik, Intervallschachtelung, Leere Menge, Mengenlehre, Natürliche Zahlen, Ordnungsrelationen, Reelle Zahlen, Teilmenge