Ipaq
iPAQ ist eine Produktlinie von Personal Digital Assistants (PDAs), die ursprünglich von Compaq hergestellt wurden. Seit der Übernahme von Compaq durch Hewlett-Packard werden sie unter dem HP Label verkauft.
Als Betriebssystem kommt Pocket PC von Microsoft zum Einsatz, das ähnlich zu den bekannten Windows Betriebssystemen von Desktop PCs zu benutzen ist. Die Bedienung erfolgt über einen Touchscreen, oft benötigte Anwendungen werden auf separate Knöpfe gelegt (z.B. Kalender, Adressen, etc). Die Eingabe von Text erfolgt über eine Bildschirmtastatur auf dem Touschscreen oder über Handschrifterkennung. Durch Aufsteckmodule (sog. Jackets) können diese PDAs um zusätzliche Funktionen erweitert werden.
Obwohl im Originalzustand das Betriebssystem Pocket PC installiert ist, gibt es bereits eine große Gemeinde, die es sich zur Aufgabe gemacht hat Linux auf den iPAQ zu portieren. Diese Gemeinde wird aktiv (unter anderem mit finanziellen Mitteln) von HP unterstützt. (siehe auch OPIE)
HP ist im Jahr 2004 im Zuge seiner iPAQ-Produktlinie verstärkt in die Kritik geraten, da keine Updates auf aktuelle Betriebssystemgenerationen angeboten wurden. Als Argument führte HP hier unter anderem auf, dass eine Anpassung der Software auf die alten Geräte (gemeint gewesen waren Geräte, die ein Jahr und länger im Handel waren, also alle bis dato produzierten Geräte) von den Anwendern nicht gewünscht sei und sich auch nicht bezahlen lassen würde. Dies allerdings erst nachdem HP bekannt gab, dass es technisch nicht möglich sei auf den alten Geräten das neue Betriebssystem zu installieren (zur Unterstreichung wurden Unterschiede in der Flash ROM-Größe genannt und unterschiedliche Flash ROM-Arten). Parallel dazu boten einige andere Firmen aktuelle Versionen, von dem Betriebssystem Pocket PC, für ihre Geräte kostenfrei zum Download an.
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Technik
Vor der Übernahme von Compaq wurden die iPAQs mit einer erweiterten Schnittstelle ausgeliefert. Sie ermöglichte es die PDA mit sogenannten Sleeves (auch Jackets genannt) zu erweitern. Das sind Halterungen, in die der PDA eingeschoben werden kann und die verschiedene Funktionen zur Verfügung stellen. Es gab Sleeves mit Compact-Flash-Slot und mit PCMCIA-Slot (auch Dual-PCMCIA-Slot) und von beiden Sleeves jeweils Versionen mit und ohne integrierten Akku. Später wurden auch Versionen mit VGA-Anschluss, GPS und anderen Erweiterungen entwickelt.
Ab der H3800´er-Generation wurde der Dockingport überarbeitet und ist bis heute gleich geblieben. Dies ermöglicht die Verwendung von alter Hardware an neuen Geräten. Allerdings macht die Positionierung am PDA gelegentlich Probleme, so dass die Hardware zwar elektrisch funktionieren würde, physisch aber nicht passt und etwas an Anpassungsarbeit verlangt. Zudem verfügen einige Serien nicht über einen [RS232|Seriellen Anschluss] so das dort die auch nicht Funktioniert. HP hat bei diesen Geräten den Anschluß um 180 Grad gedreht.
Verwendung
Die iPAQ Modelle waren gerade in der Anfangszeit für den professionellen Einsatz gedacht. Die großen Erweiterungsmöglichkeiten, gerade durch den PCMCIA-Sleev wurde dies unterstrichen. So wurden es möglich herkömmliche Laptop Technik direkt in einen PDA zu nutzen, einzig die Treiber mussten angepasst werden. So bieten einige Hersteller, auch heute noch, Geräte an um iPAQ Geräte direkt mit einen zum Beispiel GPS, Messgeräte, taktische (militärische) Funkgeräten, WLAN und Modem zu verbinden oder mit Festplatten, Digitalkammeras, RFID-Lese/Schreibgeräte, aufzurüsten. Viele dieser Erweiterungen sind inzwischen auch für andere PDA verfügbar. Auch war der iPAQ nicht der erste PDA der diese Erweiterungsvielfalt bot, aber es war das Gerät das als erstes eine so hohe Verbreitung hatte um dies für Hersteller attraktiv zu machen.
Modellserien
Aktuelle Serien
H6300
- Neuer Dockingport Stecker (ohne Serielle Schnittstelle)
HX2100
HX2400
HX2700
HX4700
- Abmessungen: 7,7 x 1,5 x 13,1 cm
- Gewicht: 186,7 g
- Prozessor Intel PXA 270 / 624 MHz
- Betriebssystem WindowsMobile 2003 Second Edition
- Touchpad-Navigation mit mausähnlichem Cursor
- Betriebstemperatur 0 bis 40°C
- Lagertemperatur –20 bis 60°C
- 135 MB für User Nutzbar (128 ROM, 80 FileStore, 64 RAM)
- Speichersteckplätze: SD/MMC/CF
- 4,0" transflektives TFT VGA, 64K Farben, LED-Hintergrundbeleuchtung mit Energiesparmodus sowie Hoch- und Querformatmodus
- Integriertes WLAN 802.11b, Bluetooth® 1.2, IrDA
- Neuer Dockingport Stecker
- Kosten: 899.- (direkt bei HP)
RX3700
RZ1700
Alte Serien
Sortiert nach Verkaufsdatum der ersten Modelle. Die meisten Modelle der alten Serien wurden noch von Compaq produziert.
H3100
- Prozessor: 206 MHz Intel StrongARM
- Betriebssystem: Pocket PC
- Bildschirm: 15 Graustufen
- Speicher: 16 MB
- Möglichkeit von Sleeves
- Alter Dockingport Stecker
H3600
thumb|150px|Compaq iPAQ 3630
- Prozessor: 206 MHz Intel StrongARM
- Betriebssystem: Pocket PC
- Bildschirm: 4096 Farben
- Speicher: 32 bis 64 MB
- Möglichkeit von Sleeves
- Alter Dockingport Stecker
H3700
- Prozessor: 206 MHz Intel StrongARM
- Betriebssystem: Pocket PC 2002
- Bildschirm: 4096 Farben
- Speicher: 64 MB
- Möglichkeit von Sleeves
- Alter Dockingport Stecker
H3800
- Prozessor: 206 MHz Intel StrongARM
- Betriebssystem: Pocket PC 2002 oder 2003
- Bildschirm: 65536 Farben
- Speicher: 64 MB
- Steckplatz für SD-Speicherkarten
- Bluetooth-Unterstützung (nur Modelle H3870 und H3875)
- Möglichkeit von Sleeves
- Neuer Dockingport Stecker
H3900
- Prozessor: 400 MHz Intel XScale
- Betriebssystem: Pocket PC 2002 oder 2003
- Bildschirm: 65536 Farben
- Speicher: 64 MB
- Steckplatz für SD-Speicherkarten
- Bluetooth-Unterstützung (nur Modelle H3970 und H3975)
- Möglichkeit von Sleeves
- Neuer Dockingport Stecker
H4100
- Prozessor: 400 MHz Intel XScale
- Betriebssystem: Pocket PC 2003
- Bildschirm: 65536 Farben
- Speicher: 64 MB
- Steckplatz für SD-Speicherkarten
- Bluetooth- und WLAN-Unterstützung
- Möglichkeit von Sleeves
- Neuer Dockingport Stecker
H4300
H5100
H5400
H5500
- Prozessor: 400 MHz Intel XScale
- Betriebssystem: Pocket PC 2003
- Bildschirm: 65536 Farben
- Speicher: 128 MB
- Steckplatz für SD-Speicherkarten
- Bluetooth- und WLAN-Unterstützung
- Möglichkeit von Sleeves
- Neuer Dockingport Stecker
H1900
- Prozessor: 203 MHz (1930, 1915) 263 MHz (1940, 1945) Samsung S3C2140
- Betriebssystem: Pocket PC 2003
- Bildschirm: 65536 Farben
- Speicher: 64 MB
- Steckplatz für SD-Speicherkarten
- Bluetooth- Unterstützung (nur Modell 1940)
- Neuer Dockingport Stecker (ohne Serielle Schnittstelle)
H2200
Aufgrund eines Produktionsfehlers wurden die Gummi-Seitenteile dieser Serie zum Ärgernis. Viele Nutzer ersetzten sie durch Versionen aus Aluminium.
- Prozessor: 400 (2210, 2213, 2215) MHz Intel XScale PXA250 Processor
- Betriebssystem: Pocket PC 2003
- Bildschirm: 65536 Farben
- Speicher: 64 MB
- Steckplatz SD Slot: SD, SDIO und MMC / CF Slot: Compact Flash Type I und II
- Bluetooth- Unterstützung
- Neuer Dockingport Stecker
