Apple iPod

thumb|right|iPod 4. Generation (2004) Der iPod ist ein tragbarer MP3-Player der Firma Apple, von dem es verschiedene Modelle gibt. Die Musikdaten werden mittels der Software iTunes auf dem Macintosh- oder Windows-Computer archiviert und via FireWire (nicht iPod Shuffle) oder USB auf den iPod überspielt. Jeder iPod kann auch als externe Festplatte benutzt werden. Ab Version 1.2.6 der Firmware kann er auch Texte darstellen (Adressen, Termine und Notizen), die von einem Computer überspielt wurden. Das Kopieren von Musikdaten vom Ipod zurück auf einen Computer ist nicht möglich.

Als Vater oder Erfinder des iPods ist Tony Fadell [1] zu bezeichnen, der von Apple als Hardware-Entwickler verpflichtet wurde und seit dem mit einem eisernen Schweigen zu seiner Aufgabe belegt ist.

Es existieren mehrere Projekte, welche versuchen, ein Linux-Betriebssystem für den iPod zu programmieren.

Inhaltsverzeichnis

Modelle

thumb|Ein iPod mini und ein iPod erster Generation Jeder iPod unterstützt das abspielen von Musikdaten in den Formaten MP3, AAC, AIFF, WAV und Apple Lossless sowie das Hörbuchformat Audible.

iPod

Technische Daten der iPod Modelle

iPod (1. Gen.) iPod (2. Gen.) iPod (3. Gen.) iPod (4. Gen.)
Max. Akkulaufzeit: 10 h 10 h 8 h 12 h
Speicherkapazitäten: 5 / 10 GB 5 / 10 / 20 GB 10 / 15 / 20 / 30 / 40 GB 20 / 40 GB
Gewicht: 185 g 185 g 158 g / 30/40 GB = 177 g 158 g / 40 GB = 177 g
Maße (H x B x T): 102,6 x 62 x 20 mm 102,6 x 62 x 20 mm 103,5 x 62 x 16 mm *¹ 104,0 x 61 x 14 mm *²
*¹ iPod (3 Gen.) 30GB/40GB - Versionen haben eine Tiefe von 18,7 mm
 *² iPod (4 Gen.) 40GB Version hat eine Tiefe von 17 mm
 

iPod mini

iPod photo

Der iPod photo wurde am 26.10.2004 von Apple vorgestellt und sieht wie der 'normale, weisse' iPod aus, jedoch unterscheiden sie sich leicht in ihren Abmessungen und im Gewicht. Die 30 GB Version ist um 0,4 cm dicker und um 8 g schwerer. Die 60 GB Version dagegen um 0,5 cm dicker und um 23 g schwerer als der 'normale, weisse' iPod der 4. Generation. Zuerst wurde der iPod photo in einer 40 GB bzw. 60 GB Version geliefert, nun wurde das 40 GB in ein 30 GB Modell umgewandelt. Die 40 GB Version unterscheidet sich lediglich in den Abmessungen, sie sind mit der 60 GB Version übereinstimmend (Breite 6.1, Tiefe 1.9, Höhe 10.4 cm). Der iPod photo besitzt ein Farbdisplay (220x176 Pixel, 16bit) und kann zusätzlich zur Musik auch Bilder anzeigen und an einen Fernseher o.Ä. angeschlossen werden. Mit ihm ist es möglich 15 Stunden Musik zu hören oder fünf Stunden lang Diashows mit Musik darzustellen. Der iPod photo unterstützt die Darstellung der Bildformate JPEG, BMP, GIF, TIFF und PNG. Dennoch ist es mit dem iPod photo nicht möglich Fotos zu schießen.

thumb|iPod shuffle, 2005

iPod shuffle

Der iPod shuffle wurde am 11. Januar 2005 vorgestellt und besitzt anstelle einer Festplatte einen flashbasierten Speicher von 512 MB oder 1 GB. Der iPod shuffle besitzt kein Display. Stattdessen besitzt er einen Schalter mit drei Positionen: 1. Ausgeschaltet. 2. Alle Lieder in einer langen Playlist von vorn nach hinten abspielen. 3. Die Lieder in zufälliger Reihenfolge abspielen. Man kann ihn via iTunes wahlweise mit zufälligen Titeln bespielen (daher auch der Name Shuffle), oder eine bestimmte Playlist auf den iPod kopieren. Er ist 8,4 x 2,5 x 0,8 cm groß.

iPod U2 Special Edition

Der U2 Special Edition iPod ist mit dem iPod der vierten Generation identisch und enthält 20 GB Speicher. Das normalerweise weiße Gehäuse ist in Schwarz, das ClickWheel in Blutrot gehalten. Auf der Rückseite sind die Unterschriften der vier Bandmitglieder von U2 eingraviert.

HP-iPod

Hewlett Packard verkauft seit dem 27. August 2004 den iPod in der eigenen Produktauswahl. War der Prototyp noch im typischen HP grau, so unterscheidet sich das Endmodell kaum vom iPod der vierten Generation. Einziger äußerlicher Unterschied ist ein HP Logo auf der Rückseite unterhalb des Apfels und des iPod-Schriftzugs. Verkauft wird der iPod bisher nur in den USA, unter dem Namen "Apple iPod from HP". Er ist mit $ 299 bzw. $ 399 genauso teuer wie das Original. Interessant an dieser strategischen Partnerschaft ist weiterhin, dass alle Desktop-PCs und Notebooks von HP mit iTunes für PC vorinstalliert sein werden, was der Akzeptanz dieser wichtigen Software von Apple gut tun wird.

Verbreitung

Der iPod ist, u.a. wegen dem betriebenen Marketing-Aufwand (Design, Image, Werbung) seit seiner Einführung im Dezember 2001 auf dem Markt für digitale Musikspieler außerordentlich erfolgreich. Im ersten Quartal 2005 wurden 5,3 Millionen iPods ausgeliefert, womit die Gesamtzahl der verkauften Geräte auf über 15 Millionen steigt. Der iPod ist damit das meistverkaufte MP3-Abspielgerät weltweit und hält Anfang 2005 – auf Festplattenspieler bezogen – einen Marktanteil von über 90 Prozent weltweit. Im gesamten MP3-Player-Markt beläuft sich Apples Marktanteil auf 70 %, obwohl Player anderer Hersteller teils günstigere Preise, längere Akkulaufzeiten, mehr Funktionalität und direkte Verarbeitung des mp3-Formats bieten. Anhänger des Unternehmens empfinden die Einführung des iPod minis und des iPod shuffle als genialen Schachzug. Mit diesen beiden günstigeren Geschwistern werde das Statussymbol des iPods bezahlbar für die Masse.

Zubehör

thumb|Griffin iTrip Rund um den iPod hat sich eine eigene Branche von Zubehörherstellern gebildet. Die angebotenen Produkte reichen von Standardzubehör wie Schutzhüllen bis hin zu kleinen Sendern, mit deren Hilfe der iPod Musik drahtlos an UKW-Radios übertragen kann. iPods seit der 3. Generation erlauben mittels zusätzlicher Hardware auch die Tonaufnahme sowie die Übertragung und Speicherung von auf Speicherkarten gespeicherten Daten (Digitalbilder). Mit anderen Zusatzgeräten kann man auch Digitalkameras direkt über USB anschließen. Ferner gibt es ein Modul, um Sprachmemos aufzunehmen. Seit Herbst 2004 ist für einige BMW-Automobile ein fest eingebauter iPod-Adapter verfügbar. Im Januar 2005 hat Mercedes-Benz Deutschland das „iPod Interface Kit“ vorgestellt. Die Darstellung der Titel soll über das Zentraldisplay des Fahrzeugs erfolgen, iPod-Menüfunktionen wie Wiedergabeliste oder Album und Lautstärke werden am Multifunktionslenkrad ausgelöst. Der iPod wird im Handschuhfach angeschlossen, die Konfiguration erfolgt automatisch. Auch für den Mini ist seit Februar 2005 ein „Handschuhfach-Adapter“ auf dem Markt. Inzwischen verfügen fast alle großen Automobilhersteller über entsprechende iPod-Adapter. Alle iPods sind zu Modeaccessoires und Statussymbolen geworden.

Aufbau

Der zentrale Prozessor des iPod wird von PortalPlayer[2] hergestellt, die auch das Referenzdesign für den portablen MP3 Player entwarfen, welcher nach Apples Einstieg zum iPod wurde. PortalPlayer war auch an der Entwicklung des UserInterface des iPods beteiligt, an der auch die Firma Pixo mitgearbeitet hat wie es in diesem Artikel[3] zu lesen ist.

Der iPod und der iPod photo bestehen aus den folgenden Hauptkomponenten:

Der iPod shuffle besteht aus den folgenden Hauptkomponenten:

Akkumulator

Seit 2003 wird von Seiten der Nutzer die fest eingebaute, nur schwer austauschbare, proprietäre iPod-Akkumulator kritisiert. Der Film iPod's dirty secret von den Gebrüdern Neistat machte zum ersten Mal öffentlich darauf aufmerksam. Die dadurch lauter werdende Kritik veranlasste Apple schließlich 2004, Garantie-Erweiterungen ins Angebot aufzunehmen sowie ein Austausch-Programm anzubieten, um iPods mit nicht mehr funktionierende Akkus gegen eine vergleichsweise hohe Gebühr zu ersetzen. Es gibt mittlerweile aber auch Ersatzakkus von Fremdherstellern die zu üblichen Marktpreisen und mit zum Teil erhöhter Kapazität angeboten werden, was aber beim Eigeneinbau ein gewisses handwerkliches Geschick erfordert, sowie zum Verlust der Garantie/Gewährleistung führt.

Geschichte

thumb|100px|right|iPod Mini (blau)

Ausblick

Motorola soll im Laufe des Sommers mit Apple das iPod-Handy herausbringen. Ursprünglich sollte es bereits auf der Cebit 2005 vorgestellt werden. Über die Frage, warum dieser Termin scheiterte, gibt es nur Spekulationen.

iPod Linux

Mehrere ambitionierte Programmierer haben es sich zum Ziel gesetzt, ein lauffähiges Linux-Betriebssystem zu programmieren. Zur Zeit läuft das System auf allen iPods, außer dem iPod Shuffle, für den aber keine Unterstützung geplant ist. Neuerungen sind unter anderem das Darstellen von Bildern und Videos auf dem iPod. Auch die Anzahl der Spiele wurde um z.B. Tetris und Space Invaders erweitert. Die Unterstützung des OGG-Formates und diverser MOD-Formate sind in Arbeit. Auf iPods der 3. Generation ist ausserdem eine Aufnahmefunktionen verfügbar, die mit 96 KHz Samplingrate eine weitaus bessere Qualität erzeugt als die Apple Firmware, mit nur 8 Khz. Nachteilig ist, dass Linux noch keine der Stromsparmodi des iPod unterstüzt, und dadurch die Laufzeit des iPods sehr gering ausfällt.

Weblinks

See also: Apple iPod, 11. Januar, 17. Februar, 17. Juli, 19. Juli, 20. Februar, 2001, 2002, 2003, 2004