Irawadi

Der 2.092 km lange Irawadi (Ayeyarwady; engl.: Irrawaddy) ist ein Fluss bzw. Strom in Südostasien.

Flusslauf

Sein längster Quellfluss - der Tarong - entspringt im äußersten Südosten Tibets (China) im Südosten des Himalaya rund 380 km nördlich der Stadt Myitkyina. Dort liegt seine Quelle zwischen dem 4.097 m hohen Tilalapass und dem 4.663 m hohen Namnipass. Sein Wasser fließt zuerst ein kleines Stück in südöstlicher Richtung auf chinesischem Gebiet, um dann endgültig nach Myanmar zu gelangen, dessen wichtigste Lebensader der Irawadi ist. An der gemeinsamen Grenze der beiden Länder und auch im Norden Myanmars fließt er durch die engen Täler des Hochgebirges, um später im Tiefland mäandrierend über Mandalay nach Süden zu fließen; in Nord-Süd-Richtung zerteilt er Myanmar in zwei Hälften. Etwa 100 km südwestlich der eben genannten Großstadt mündet sein größter Zufluss ein, der Chindwin.

Schließlich erreicht der Irawadi südlich von Henzada den Golf von Martaban, der zur Andamanensee gehört; diese ist ein Randmeer des Indischen Ozeans. In seinem Mündungsgebiet, das sich etwa 150 bis 180 km südwestlich von Rangun (Hauptstadt Myanmars) befindet, bildet der Fluss ein etwa 40.000 km² großes Mündungsdelta, das vor allem als Reisanbaugebiet genutzt und durch die Sedimentablagerungen pro Jahr bis zu 60 m in die Andamanensee hinausgeschoben wird.

Einzugsgebiet und Schiffbarkeit

Der Irawadi, dessen Einzugsgebiet etwa 430.000 km² umfasst, ist vom Mündungsdelta flussaufwärts ganzjährig auf etwa 1.400 km Länge bis nach Bhamo im mittleren Norden Myanmars schiffbar.


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See also: Irawadi, Andamanensee, Chindwin, Einzugsgebiet, Fluss (Gewässer), Großstadt, Hauptstadt, Himalaya, Hochgebirge, Indischen Ozean