Karen Blixen

Tania Blixen, eigentlich Karen Christence Blixen, geborene Dinesen, (* 17. April 1885 in Rungstedlund bei Kopenhagen, † 7. September 1962 ebenda) war eine dänische Schriftstellerin.

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Karen Blixen in Kenia, 1918
Inhaltsverzeichnis

Leben

Kindheit und Jugend

Karen Christence Dinesen wurde als zweites Kind des Schriftstellers und Politikers Wilhelm Dinesen geboren. In einem wohlbehüteten Elternhaus wächst sie mit weiteren vier Geschwistern auf. Geprägt sind diese Jahre vor allem durch eine starre, bürgerliche Erziehung.

1895 begeht der Vater, dem sie sehr nahe stand, Suizid, was einen schweren Schlag für das zehnjährige Kind bedeutet.

Studium und erste schriftstellerische Tätigkeiten

Nach Ende ihrer Schulzeit nimmt sie 1903 das Studium der Malerei an der Royal Academy of Art in Kopenhagen auf und beginnt zu schreiben. 1907, ein Jahr, nachdem sie ihr Studium abgeschlossen hat, veröffentlicht sie einige Kurzgeschichten unter dem Pseudonym Osceola (nach einem damals noch weitgehend unbekannten Indianer-Häuptling). Aber "Osceola" war nicht ihr einziges Pseudonym. Karen Blixen hatte viele, verschiedene Pseudonyme und schien fast in diesen zu leben. Weitere Pseudonyme von Karen Blixen waren z.B. Isak Dinesen (im englisch-sprachigen Raum), Tania Blixen u.v.a.

Als sie 27 Jahre alt ist, heiratet Blixen ihren Halbvetter Baron Bror Blixen-Finecke, einen Großwildjäger. Sie flieht aus der Enge des bürgerlichen Elternhauses um sich mit ihm außerhalb Dänemarks eine Existenz aufzubauen. Doch heiratete sie ihren Cousin weniger aus Liebe, sondern viel mehr um aus ihrem alten Leben fliehen zu können und in einem neuen Land eine neue Existenz aufzubauen.

Ich hatte eine Farm in Afrika am Fuße der Ngong-Berge... - Blixens Zeit in Afrika

1913 erwirbt Blixen in der Nähe Nairobis (damals Britisch Ostafrika) die Farm Ngong, größtenteils mit Geldern ihrer Familie finanziert. Dort lässt sie eine 3000 Hektar große Kaffeeplantage anlegen, obwohl sie von vielen Seiten die Warnung erhält, dass Kaffee in Höhen von 2000 Metern schlecht wachse.

Sie steckt sich bei ihrem Mann, der es mit der ehelichen Treue nicht so genau nimmt, mit Syphilis an und muss Afrika zweimal, 1915 und 1919, verlassen, um sich in Dänemark behandeln zu lassen.

Um diese Zeit lernt sie ihre große Liebe Denys Finch Hatton kennen, während die Beziehung zu ihrem Mann zu bröckeln beginnt. Ihr Mann kehrt schließlich 1921 nach Dänemark zurück und reicht die Scheidung ein. Karen bleibt auf der Farm und bewirtschaftet sie weiter.

Karen Blixen hat, frei von Vorurteilen, bei den einheimischen Stämmen das entdeckt, was ihr bei den Europäern fehlte: menschliche Würde und Weisheit.

Rückkehr nach Europa

1931 muss sie unter dem Druck der Weltwirtschaftskrise ihre Plantage aufgeben und nach Dänemark zurück kehren.Dies tat sie keinesfalls gerne, denn sie hatte kein gutes Verhältnis zu ihrer Familie. Auch musste sie sich mit ihrer Rückkehr wieder der Familie unterordnen und sich in Abhängigkeit von ihnen begeben. Dort lebte sie bis zu ihrem Tode als Freie Schriftstellerin auf dem väterlichen Gut bei Kopenhagen.

Werk

Charakterisierung

Blixens Werke umfassen autobiografische Erlebnisberichte aus Afrika, fantastische Erzählungen und Novellen. Die Veröffentlichungen erfolgten meist unter den Pseudonymen Tania Blixen oder Isak Dinesen.

Besonders die atmosphärische Dichte ihrer Werke wurde viel gerühmt. 1954 ging das Gerücht, Blixen solle den Nobelpreis für Literatur erhalten, der dann allerdings an Ernest Hemingway verliehen wurde. Der lobte dann Blixen und meinte, sie sei des Preises eigentlich würdiger gewesen; aber auch ohne den Preis müsse man sie immer zu den großen Frauengestalten ihres Jahrhunderts zählen.

Auswahl

Sekundärliteratur

Web-Sites

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Personendaten
Blixen, Tania
Karen Christence Blixen [eigentlicher Name]
dänische Schriftstellerin
17. April 1885
Rungstedlund bei Kopenhagen, Dänemark
7. September 1962
Rungstedlund bei Kopenhagen, Dänemark

See also: Karen Blixen, 17. April, 1885, 1895, 1903, 1907, 1913, 1915, 1919