ISO-Container
| thumb|right|40-Fuß-Container |
| thumb|right|Im Mannheimer Containerhafen |
Für weitere Bedeutungen siehe Container
ISO-Container sind weltweit genormte Großraumbehälter, durch die das Verladen, Befördern, Lagern und Entladen von Gütern vereinfacht und beschleunigt wird. (siehe auch: Logistik, Spedition)
Das Wort Container (lat. continere = zusammenhalten, enthalten) bedeutet "Behälter".
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Allgemeines
Container sind eine von zwei Arten, Waren per Seefracht zu befördern.
Für die ISO-Container hat es sich vor allem im internationalen Warenverkehr eingebürgert, die englischen Bezeichnungen zu verwenden. Die deutschen Bezeichnungen sind daher teilweise gar nicht geläufig.
Man unterscheidet in Stückgut-Verladung, genannt LCL (Less Container Load), und FCL-Verladung (Full Container Load).
ISO-Container haben eine Breite von 8 Fuß (2,44 m) und sind entweder 20 Fuß (6,06 m) oder 40 Fuß (12,19 m) lang. Daraus ergeben sich auch die Abkürzungen: TEU (Twenty-feet Equivalent Unit) und FEU (Fourty-feet Equivalent Unit).
Standardcontainer sind 8 Fuß und 6 Zoll hoch (2,59 m) . Weiterhin gibt es für den Großteil der Containerarten auch die Ausführung "High-Cube" (auch als HQ "High-Quantity" bezeichnet). Diese Container haben eine Höhe von 9 Fuß und 6 Zoll. (2,90 m). Die Abmessungen sind so gewählt, dass Container auch mit Lkw, Eisenbahn oder Binnenschiff befördert werden können.
Die Zuladung beträgt bei 20 Fuß-Containern ca. 21.5 t bei 33 m³ Volumen. Ein 40-Fuß Container fasst 26.5 t bei 67,6 m³ Volumen. Dies sind Standard-Angaben. Jedoch sollte bei der Beladung von Containern beachtet werden, dass in vielen Ländern für den Straßentransport ein Maximalgewicht inkl. Fahrzeug gilt. Ein 40 Fuß-Container, der mit 26.5 tonnen Ladungsgewicht gepackt ist, kann in Deutschland z. b. nicht mehr auf der Straße befördert werden.
Container sind so stabil gebaut, dass sie in Containerschiffen in bis zu neun Lagen übereinander gestapelt werden können. Es gibt verschiedene Spezialversionen der Container, so z.B. Kühlcontainer für verderbliche Fracht, Tank-Container für flüssige und gasförmige Substanzen, Auto-Container für den Pkw-Transport, Wohn-Container für provisorische Unterkünfte oder Container für die Beförderung lebender Tiere.
Jeder Container besitzt eine eigene Nummer. Sie besteht aus vier Großbuchstaben, die für den Besitzer des Containers stehen, und sechs Ziffern plus als letzte eine Kontrollziffer. Durch sie kann der Weg und Aufenthaltsort jedes einzelnen Containers auf seiner Reise verfolgt werden. Eine ausführliche Aufstellung der sog. Prefixe findet sich hier: [1]
[[Bild:Hamburg_Hafen_Containerterminal.jpg|thumb|Containerterminal im ]] thumb|Die standardisierte Containerecke (corner casting) ermöglicht das einfache Stapeln und Verladen
Der Einsatz von Containern bietet mehrere Vorteile:
- erheblich kürzere Umschlagzeiten (ca. Faktor zehn gegenüber Stückgutfrachtern), auch im intermodalen Verkehr
- Die Waren müssen beim Wechsel von einem Verkehrsmittel auf ein anderes nicht mehr umgeladen werden, sondern der Container wird stets als Ganzes befördert (Homogenisierung von heterogenen Gütern)
- Mit Einführung des genormten ISO-Containers kann der Umschlag weitgehend automatisiert erfolgen
- bessere Raumausnutzung bei Lagerung, Umschlag und im Schiff: Die Abmessungen von Lagerhallen, Kränen, Containerschiffen usw. können optimal an die standardisierten Containermaße angepasst werden
Heute werden bereits 70% aller Stückgutfrachten in Containern transportiert. 95 Millionen Container werden von den Reedereien pro Jahr mit Schiffen transportiert.
Heutige Containerschiffe können bis zu 8.400 TEU transportieren, diese Vollcontainerschiffe werden in "Generationen" eingeteilt, wobei eine Generation jeweils eine Kapazität von je 1.000 TEU bedeutet, also kann ein 8-Generationen-Schiff 8.000 TEU transportieren.
Geschichte
Schon während des Zweiten Weltkriegs wurde der amerikanische Nachschub in großen, containerähnlichen Transportkisten befördert.
Als Erfinder des modernen Containers gilt der US-Amerikaner Malcolm P. McLean. Um das übliche Umladen im Hafen einzusparen, soll er schon als junger Fuhrunternehmer in den 1930er Jahren zuerst ganze Lastwagen auf Schiffe verladen haben, später nur die Anhänger mitsamt ihren geladenen Behältnissen, schließlich nur noch die Behältnisse selber – der Container war geboren.
Er gründete die Reederei Sea-Land (seit 1999 Maersk-Sealand) und ließ den Tanker Ideal X so umbauen, dass an Deck zusätzlich Container geladen werden konnten. Die erste Fahrt führte am 26. April 1956 mit 58 Containern von Newark (New Jersey) nach Houston (Texas). Es dauerte jedoch noch zehn Jahre, bis am 2. Mai 1966 ein Schiff mit Containern, die Fairland, in einem europäischen Hafen (Rotterdam) anlegte; vier Tage später erreichte das Schiff Bremen. Das erste deutsche Containerschiff lief 1968 in Hamburg aus.
Container wurden damals noch ausschließlich nach amerikanischen Normen gebaut. Da deren Maße aber nicht auf europäische Straßenverhältnisse anwendbar waren, wurden nach langer Verhandlung die bis heute genutzen ISO-Normcontainer eingeführt.
Die Prozesse, welche sich mit der weltweiten Ausbreitung der Container ergaben, bezeichnet man als Containerrevolution.
Containertypen
- General purpose container without ventilation - Unbelüftete Vielzweckcontainer
- General purpose container with ventilation - Aktiv belüftete Vielzweckcontainer
- Dry bulk container - Massengutcontainer, die in der Decke eine Beladeöffnung und im unteren Bereich der Tür eine Schüttöffnung zum Entladen besitzen
- Named cargo container (Livestock, Automobile, etc.)
- Thermal container (Refrigerated, Refrigerated and/or heated)- Temperierte Container
- Open-top containers - Container mit einer Plane anstatt eines soliden Daches
- Platform (container)
- Flatracks - Container, die keine Seiten und Decke besitzen, jedoch Stirnseiten
- Folding (collapsible) containers - Container mit klappbaren Seiten
- Platform-based containers (with complete superstructure)
- Tank container
- Air/Surface container
- Insulated container - Isoliercontainer
- Openside containers - Container mit einer Seitentür
- Fullside access containers - Container mit vollkommen zu öffnender Seite
- Double doors - Container mit Türen an beiden Enden
- Conair container - Isoliercontainer ohne eigenes Kühlaggregat, der jedoch durch Zuführung gekühlter Luft durch eine stationäre (z.B. zentrale Schiffskühlanlage) oder mobile (sog. Clip-On Unit) Kühlanlage genau temperiert werden kann.
- Pallet Wide Container - verbreiteter Dry Container um eine optimale Auslastung mit Europaletten zu erreichen
Containergrößen
Für weitere, detailliertere Information zu den
- ISO Sizetype codes (old and new)
bitte [2] aufrufen und unter
- FTX+AAA+++ Info ' unter
- Documents die
- Code lists Sizetype
aufrufen
Weblinks
siehe auch: Containerterminal als besondere Hafenanlage für den Containerumschlag
