Isoton
Der Ausdruck isoton oder auch isotonisch (griechisch gleich konzentriert) bezeichnet:
- im allgemeinen biologischen Sinn eine Lösung mit gleichem osmotischem Druck wie ein Vergleichsorganismus, auch isoosmotisch genannt. Genauer betrachtet ist eine Gleichstellung beider Begriffe aber nicht korrekt, da die Osmolarität maßgeblich von der Permeabilität der Zellmembran gegenüber der gelösten Stoffe abhängt. So ist eine isotone Kochsalzlösung mit 150 mM (tausendstel Mol pro Liter) isoton und mit 300 mM gelöster Teilchen auch isoosmotisch. Eine 300 mM Harnstofflösung dagegen ist zwar isoosmotisch, aber nicht isotonisch. Eine Zelle würde in einer solchen Lösung aufgrund der guten Permeabilität für die ungeladenen Harnstoffmoleküle einfach platzen.
- im engeren medizinischen Sinn eine Lösung, die den gleichen osmotischen Druck wie das menschliche Blut (7,5 Bar (Einheit)) hat, meist Physiologische Kochsalzlösung.
- Getränke, insbesondere Mineralstoffgetränke, die die gleiche Konzentration wie menschliches Blut haben und angeblich besonders schnell vom Körper aufgenommen werden.
- Muskelkontraktionen, die mit gleichbleibender Spannung ablaufen, im Gegensatz zu isometrischen Kontraktionen, bei denen sich der Muskel zwar anspannt, aber nicht verkürzt.
- in der Mathematik eine monoton wachsende Funktion, das Gegenteil von antiton (monoton fallend), siehe Monotonie (Mathematik)
- in der Kernphysik sind Isotone Kerne mit gleicher Neutronenzahl
Siehe auch: Konzentration, Hypertonie (höherer osmotischer Druck als Blut), Hypotonie (geringerer osmotischer Druck als Blut)
