Apple iTunes

iTunes ist ein kostenloser Musikplayer der Firma Apple, sowohl für den Apple Macintosh als auch jeden PC, der unter den Betriebssystemen Windows 2000 oder Windows XP läuft. Die Funktionen erstrecken sich vom Abspielen über das Organisieren bis hin zum Kaufen von Musik. Die aktuelle Versionsnummer ist 4.8, die für die Betriebssysteme Mac OS X sowie für Windows 2000 und XP erhältlich ist. Die Mac-OS-9-Version wird seit der Version 2.0.4 nicht mehr weiterentwickelt.

iTunes ist auch Bestandteil des iLife-Pakets, das zusätzlich iPhoto, iDVD, iMovie und GarageBand enthält.

Inhaltsverzeichnis

Funktionen

iTunes erlaubt es vor allem, Musik zu hören und diese beliebig zu ordnen, sortieren, gruppieren, über ein Netzwerk via Bonjour zu streamen und Musik-CDs oder DVDs zu brennen und für diese Cover auszudrucken. Die neue Versien, 4.8, ermöglicht es auch QuickTime Movies zu importieren und direkt in iTunes abzuspielen.

Dazu bedient es sich einer eigens geführten Musikbibliothek, um Musikdateien unterschiedlichster Formate mit Metainformationen (bei MP3 beispielsweise ID3-Tags) zu hinterlegen. Nach diesen kann beliebig sortiert und gefiltert werden. Eine weitere Eigenschaft in diesem Zusammenhang sind die so genannten intelligenten Wiedergabelisten (engl. smart playlists). Eine intelligente Wiedergabeliste wird erstellt, indem man Kriterien ähnlich einer Datenbankabfrage definiert. Daneben bietet iTunes eine Echtzeit-Suche, deren Suchresultate bereits bei der Eingabe erscheinen.

Daneben bietet es eine integierte Schnittstelle und Portalsoftware zum iTunes Music Store, über den per Internet Musiktitel und Musikvideos angeschaut und gekauft werden können.

iTunes beinhaltet außerdem einen Visualizer für verschiedene vorbelegte Musikgenres und kann Musik in verschiedenen Audioformaten importieren (enkodieren) sowie abspielen (dekodieren).

iTunes ist als Standard-Software für den Apple iPod gedacht. Die Windows-Version von iTunes löst damit die Musicmatch Jukebox des ehemaligen Kooperationspartners ab. Jedoch existieren eine Vielzahl an alternativer Software. iTunes ist somit nicht nötig, um einen iPod zu betreiben, auch wenn dies von Apple suggeriert wird.

Geschichte

iTunes basiert weitgehend auf der kommerziellen MP3-Applikation SoundJam MP, die von der Macintosh-Softwareschmiede Casady & Greene entwickelt wurde. Letztendlich kaufte Apple die Entwickler mitsamt der Software auf.

Die erste Version von iTunes im Januar 2001 war daher sehr ähnlich mit SoundJam MP. Obwohl iTunes bis heute wie schon das Vorgängerprodukt keinen Support für die Aufnahme von Radiosendungen aus dem Internet oder von einem Player via Line-In besitzt und das benutzerdefinierte Auswechseln der Skins fehlt, hat die Software wahrscheinlich wegen ihrer einfachen und intuitiven Bedienung mittlerweile eine hohe Popularität erfahren, allerdings auch bestimmt durch die hohe Verbreitung des digitalen Musikspielers iPod.

Technisches

Medienverwaltung

Die Applikation bietet eine technisch auf der Mediensoftware QuickTime basierende Lösung zum Archivieren, Importieren, Brennen und Verwalten von Musikbibliotheken, wahlweise in unkomprimierten wie AIFF oder komprimierten Dateiformaten wie MP3 und AAC oder auch Apple Lossless.

Die Musikbibliothek wird im XML-Format abgelegt. In ihr sind die Metainformationen der Audiodateien abgelegt, unabhängig von den Metainformationen der proprietären Audioformaten, die zum Beispiel ID3-Tags ablegen. Der Vorteil besteht darin, dass die Metainformationen trotzdem verändert werden können, wenn die Audiodateien das Modifizieren ihrer Tags nicht erlauben.

Audioformate

iTunes unterstützt momentan folgende Audioformate: MP3 mit und ohne VBR (Variable Bitrate), AAC, Apple Lossless, AIFF sowie WAV. iTunes spielt auch eingekaufte Musik von audible.com sowie des hauseigenen iTunes Music Stores.

Weiterhin ist auf beiden Plattformen eine Konvertierung von DRM-freien WMA-Dateien auf AAC möglich.

Da iTunes auf QuickTime aufsetzt, wird neben MIDI auch das freie Ogg-Vorbis-Format unterstützt, wenn man ein entsprechendes inoffizielles Plugin [1] in QuickTime installiert. Allerdings sind Plugins, die für QuickTime 6 entwickelt wurden, nicht mit QuickTime 7 kompatibel.

Sharing

Musikdateien können über Bonjour, der Apple-Bezeichnung für den offenen Netzwerkstandard Zeroconf, geshared werden. Die Musikdateien können daher ohne Konfiguration mit Benutzern, die sich im gleichen Teilnetz befinden, angehört werden. Benutzer außerhalb des Teilnetzes können die IP-Adresse des streamenden Computers angeben. Eine Ausnahme bildete die Version 4.0, mit der das Sharing ohne weiteres sogar über das Internet möglich war. Dies wurde jedoch in der bald darauf erscheinenden Version 4.0.1 deaktiviert, um aufkommenden rechtlichen Streitigkeiten um Lizenzansprüche aus dem Weg zu gehen.

iTunes und der iPod

Sobald man seinen iPod an den Computer anschließt, wird iTunes gestartet und auf Wunsch die ganze Musikbibliothek auf den iPod übertragen oder aktualisiert, sowie bei einem Apple-Computer das Programm iSync das die Adressen und Kalender auf dem Mac aktualisiert. Aber auch wenn man auf dem iPod einen Titel bewertet oder durch Anhören den Zähler erhöht, werden diese Änderungen wieder mit den Wiedergabelisten in der Bibliothek synchronisiert. Diese werden aber auch schon vom iPod selbst auf den neuesten Stand gebracht.

Kritik

Oft wird kritisiert, dass iTunes mit dem Umgang von größeren Musikarchiven von mehreren tausend Dateien Probleme hat. Dieses Problem wurde jedoch in Version 4 beseitigt und besteht nicht mehr. iTunes funktioniert jedoch nur unter den Windows-Versionen 2000 und XP. Des Weiteren gibt es keine Versionen für andere Betriebssysteme als Mac OS X und Windows.

In die Kritik geraten ist die fest integrierte Anbindung zum iTunes Music Store dadurch, dass dort erstmals in breitem Maße Digital Rights Management (DRM) zum Einsatz kam, das die Rechte der Endverbraucher an der Nutzung der erworbenen Musikstücke einschränkt. Apples Lizenzierung erlaubt die gleichzeitige Benutzung heruntergeladener Musikstücke auf fünf Rechnern, beliebig vielen iPods und das unbegrenzte Brennen auf CDs. Dies stellt aktuell eine etwas freizügigere DRM-Politik dar als dies zB bei Musicload von T-Online und anderen Microsoft-lizenzierten Anbietern von WMA-Downloads der Fall ist. In Frankreich läuft aktuell noch eine Klage, in der es darum geht Apple dazu zu zwingen, das FairPlay DRM-Format auch für das Abspielen auf Nicht-Apple-Hardware zu ermöglichen. Mit der Öffnung des iPods für andere kopiergeschützte Formate wie WMA mit Janus würde Apple möglicherweise seine Marktführerschaft im legalen Musik-Download verlieren, selbiges gilt beim Verzicht auf FairPlay.

Weiterhin unterstützt iTunes kein Gapless Playback bei der Wiedergabe von MP3, sondern überblendet die Titel mittels eines Crossfaders.

Versionsgeschichte

Mac OS 9

Mac OS 9 & Mac OS X

Mac OS X

Mac OS X & Windows

Weblinks

See also: Apple iTunes, 11. Januar, 13. Dezember, 16. November, 16. Oktober, 17. Juli, 18. Dezember, 18. September, 2. November, 20. März