Iwan Alexejewitsch Bunin
Iwan Alexejewitsch Bunin (russisch Иван Алексеевич Бунин, wiss. Transliteration Ivan Alexeevič Bunin; * 10. Oktober / 22. Oktober 1870 in Woronesch; † 8. November 1953 in Paris) war ein russischer Schriftsteller, Lyriker und Übersetzer. Er erhielt 1933 als erster Russe den Nobelpreis für Literatur.
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Leben
Nach dem Abitur studierte Bunin in Moskau und wurde 1889 Redakteur bei der Zeitung Bote von Orjol in Charkow, später Bibliothekar in Poltawa. Im Jahre 1903 erhielt er für seine Übersetzungen des amerikanischen Dichters Henry Wadsworth Longfellow sowie der englischen Dichter Lord Byron und Lord Alfred Tennyson den Puschkin-Preis der russischen Akademie. Nach der Oktoberrevolution lebte er zunächst zwei Jahre im Süden Russlands, bevor er 1920 nach Frankreich floh.
Bunin führte die Tradition der russischen Literatur des 19. Jahrhunderts fort. Bekannt wurde er vor allem durch seine realistische Prosa, deren Hauptthema das Leben im ländlichen und provinziellen Russland vor der Oktoberrevolution ist.
Werke
- Das Dorf. Roman 1910
- Die Grammatik der Liebe. Erzählungen 1915
- Der Herr aus San Francisco. Novelle 1916
- Ein unbekannter Freund.
- Mitjas Liebe
- Im Anbruch der Tage. Arsenjews Leben. Roman in zwei Bänden 1930-1939
- Cechov – Erinnerungen eines Zeitgenossen (1955)
- Dunkle Alleen. Ausgewählte Meistererzählungen
Literatur
- Karl Birkmann: Ich schlage langsam ein Kreuz... Russland zwischen Bunin und Solschenizyn. München: Markus. 1974. ISBN 3-920135-22-9
- Annette Elbel: Die Erzählungen Ivan Bunins.1890-1917. Eine systematische Studie über Form und Gehalt. Giessen: Schmitz. 1975. (= Osteuropastudien der Hochschulen des Landes Hessen; Reihe 2, Marburger Abhandlungen zur Geschichte und Kultur Osteuropas; 10)
- Silke Klöver: Farbe, Licht und Glanz als dichterische Ausdrucksmittel in der Lyrik Ivan Bunins. München: Sagner. 1992. (= Slavistische Beiträge; 286) ISBN 3-87690-516-8
- Andrea Meyer-Fraatz: Die Sonettdichtung Ivan Bunins. Wiesbaden: Harrassowitz. 1990. (= Opera Slavica; N.F., 20) ISBN 3-447-03093-3
- Hella Reese: Ein Meisterwerk im Zwielicht. Ivan Bunins narrative Kurzprosaverknüpfung Temnye allei zwischen Akzeptanz und Ablehnung. Eine Genrestudie. München: Sagner. 2003. (= Slavistische Beiträge; 424) ISBN 3-87690-870-1
- Irina Zielke: Text und Metapher. Studien zur Prosa Ivan Bunins. Hamburg: Kovac. 2001. (= Schriftenreihe Poetica; 55) ISBN 3-8300-0307-2
Weblinks
- Kurzbiografie zu Iwan Bunin im Exil-Archiv mit weiterführenden Links
- Olga Martynova: Russland ist weiblich. Leben auch. Ein literarisches Ereignis: Die Erzählungen des russischen Nobelpreisträgers Iwan Bunin
- Der Nobelpreis für Literatur 1933
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bunin, Iwan Alexejewitsch |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | russischer Schriftsteller und Lyriker |
| GEBURTSDATUM | 22. Oktober 1870 |
| GEBURTSORT | Woronesch |
| STERBEDATUM | 8. November 1953 |
| STERBEORT | Paris |
