Izola

thumb|250px|Blick auf Izola

Izola ist ein Städtchen an der adriatischen Küste Sloweniens., in der Region Primorska (Küstenregion), der italienische Name lautete Isola, was übersetzt Insel bedeutet.

Allgemeine Daten

Geschichtliches

Die Altstadt liegt auf der ehemaligen Insel, auf die sich der Name der Stadt zurückführen lässt. Die Nähe der Insel zum Festland führte bereits im ersten Jahrhundert zur Besiedelung. Später wurde die Insel durch die Errichtung einer Steinbrücke mit dem Festland verbunden. Im Jahr 1253 erklärte Izola ihre Selbstständigkeit mit eigener Gesetzgebung und Regierung. Im 13. und 14. Jahrhundert führte dies zu Stadtkriegen mit den Konkurrenzstädten Koper und Piran. Der Kartograph Pietro Coppo kam 1499 nach Izola und hat mehrere bekannte Werke geschrieben und Karten gezeichnet. Eines seiner letzten Werke war 'Del sito de Listria' aus dem sich heute eine in Stein gemeißelte Reproduktion seiner Karte Istriens, im Park Pietro Coppo, im Zentrum von Izola befindet. Im 18. Jahrhundert gehörte Izola zur Republik Venedig. Pasquale Besenghi ließ 1775 das stattlichste und prachtvollste Gebäude den Bensenghi-Palast errichten. Er entstammte einer venezianischen Familie und erbte von seinem Vater die umfangreiche Bibliothek, welche noch immer ca. 3000 Bücher und einige Handschriften aus dem 16. und 17. Jahrhundert enthält. 1797 kamen die Habsburger an die Macht und Izola gehörte zur Habsburger Monarchie. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Stadtmauer abgerissen, um mit dem Abbruchmaterial das Meer zwischen Insel und Festland aufzuschütten. In dieser Zeit entdeckte der Mineralquellenforscher und Minorit Chiaro Vascotto im Jahr 1820 eine Mineralquelle in Izola. Danach veranlasste er das Thermalbad des hl. Petrus, mit Hilfe einiger reicher Stadtbürger zu errichten. Das Mineralbad wurde im Jahr 1824 mit einem Saal für Tanz- und Musikveranstaltungen eröffnet. Vascotti sind sozusagen die Anfänge des Tourismus in Izola zu verdanken. Leider wurde aus dem Bad später ein Fischverarbeitungsbetrieb auf dessen Gelände sich die Quelle befindet (Fabrik Delamaris). Noch heute kann man aus der besondere Architektur des Altstadtkerns die bewegte Geschichte der Stadt erkennen, sowie sich die Fischereitradition noch heute im Teil des touristischen und kulinarischen Angebots Izolas niederschlägt.

Aus Meyers-Konversationslexikon:

Isola Marktflecken im österreichisch-illyr. Küstenland (Istrien), Bezirkshauptmannschaft Capo d'Istria, auf einem ins Meer vorspringenden Felsen, mit Zollamt, vorzüglichem Weinbau, Schwefelbad, Hafen und (1880) 5580 Einwohner

Anmerkung: Capo d'Istria ist der italienische Name von Koper.

Berühmte Bürger

See also: Izola, 1253, 13. Jahrhundert, 14. Jahrhundert, 1499, 16. Jahrhundert, 17. Jahrhundert, 1775, 1797, 18. Jahrhundert