Jack Unterweger

Johann Jack Unterweger (* 1950 in der Steiermark; † 29. Juni 1994 in Graz) war ein Krimineller und Schriftsteller.

Jack Unterweger wurde als unehelicher Sohn eines US-Soldaten und einer Wiener Prostituierten geboren. Als 24-jähriger, 1974, wurde er wegen Mordes an einer 18-jährigen deutschen Prostituierten (er hatte sie mit ihrem BH erdrosselt) zu lebenslanger Haft verurteilt.

Unterweger begann in der Haft zu schreiben, unter anderem die literarisch anspruchsvolle Autobiografie „Fegefeuer – eine Reise ins Zuchthaus“. Nach 16 Jahren wurde er entlassen. Er avancierte zum Promi-Liebling und galt als Paradefall der Resozialisierung.

Sechs Monate nach der Entlassung begann eine Reihe von Frauenmorden. Alle Opfer waren mit Teilen der eigenen Unterwäsche erdrosselt worden. Unterweger wurde rasch verdächtigt, floh und wurde am 27. Februar 1992 in Miami vom FBI verhaftet.

Unterweger leugnete vergeblich und wurde am 29. Juni 1994 wegen neunfachen Mordes wieder zu lebenslanger Haft verurteilt. In der Nacht nach dem Urteil erhängte er sich mit seiner Jogginghose in der Haftanstalt Graz.

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Personendaten
Unterweger, Johann
Unterweger, Jack
österreichischer Krimineller und Schriftsteller
1950
Steiermark
29. Juni 1994
Graz


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