Jagdschloss Glienicke

Das Jagdschloss Glienicke liegt auf der Insel Wannsee, nahe der Glienicker Brücke. Es wurde 1682-93 von Charles Philippe Dieussart für den Großen Kurfüsten Friedrich Wilhelm errichtet. Unter Friedrich I. wurde es ausgebaut und verschönert, dann aber unter Friedrich Wilhelm I. als Lazarett genutzt. Friedrich der Große verschenkte es an einen Wachstuch- und Tapetenfabrikanten. Es gehörte unter anderem einmal Wilhelm von Türk, der daraus ein Waisenhaus machte. 1859 ließ Prinz Carl von Preußen das Schloss für einen Sohn Friedrich Carl durch den Hofarchitekten Ferdinand von Arnim barock umbauen. 1889 stockte Albert Geyer den Mittelbau auf und fügte einen Turm hinzu.

1939 gelangte das Schloss in den Besitz der Stadt Berlin, nach dem Zweiten Weltkrieg war es Kadettenanstalt der sowjetischen Armee, später Jugendherberge. 1963/64 erfolgte ein Umbau durch Max Taut, wobei in die beiden unteren Geschosse eine Glaserker eingefügt wurde. Seit dem ist im Schloss eine internationale Jugendbegegnungsstätte untergebracht.

Das Schloss ist Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Am 31. März 2003 brannte der Südflügel des Schlosses. Auslöser des Feuers war ein Kabelbrand. Da das Schloss keine Brandmelder besaß und überdies Wassersaugstellen versandet waren, entstand ein hoher Schaden, welcher bis heute nicht beseitigt ist, weil es hierüber einen Zuständigkeitsstreit gibt. Der von dem Brand betroffene Südflügel ist seit Jahren eingerüstet und mit einem Notdach versehen; Holzkasetten, Sandsteinelement und Möbel sind eingelagert. Nach einem Bericht der Berliner Zeitung vom 9. März 2005 muß für die Aufrechterhaltung dieses Zustandes monatlich 9000 € aufgewendet werden.

Film/Fernsehen

Seit 1998 finden hier die Außendrehs, die in dem fiktiven Ort Seelitz spielen, von der Kinder-und Jugendserie Schloss Einstein hier in der Umgebung statt.

Weblinks

Koordinate: 52° 24' 39" N 13° 56' 56" O

Glienicke

See also: Jagdschloss Glienicke, 1682, 1859, 1889, 1939, 1963, Berlin, Ferdinand von Arnim, Friedrich I. (Preußen)