Jakob Emele
Jakob Emele (* 1706; † 1780) war ein süddeutscher Barockbaumeister, der hauptsächlich im Dienst des Reichsstifts Schussenried tätig war.
Durch die Ausbildung bei Hans Michael Köpf, einem Vorarlberger Meister, lernte er das Formenrepertoire dieser 'Bauschule' kennen. Wesentlichen Einfluss auf seine stilistische Entwicklung nahm aber vor allem Dominikus Zimmermann. Am Bau der Wallfahrtskirche Steinhausen ist Emele 1729/30 bezeugt.
1750 wird Emele zum Baumeister des Stifts Schussenried ernannt, für das er bis 1765 den von Zimmermann entworfenen Klosterbau ausführt und leitet. Emeles eigene Planung der Stiftskirche bleibt unausgeführt.
Für die Grafen Montfort baut Emele das neue Schloss Tettnang um, eine mächtige Vierflügelanlage mit hervorragenden Prunkräumen (1745-72).
Beim Wettbewerb für die Fassade der Stiftskirche in Waldsee setzt er sich gegen Franz Anton Bagnato mit einer Konvexfassade durch, deren Türme über Eck stehen (1765-68).
Emele ist als einer der bedeutendsten Baumeister im unmittelbaren Umkreis Dominikus Zimmermanns anzusehen. Doch tragen seine Bauten kaum Züge von Nachahmung Zimmermanns, sondern haben durchaus ihre eigene Wesensart, die viele Züge lokaler Bautraditionen aufweist. Schöne Beispiele dafür sind die Pfarrkirchen von Muttensweiler (1750-51) und Otterswang (1777-79), zwei Dorfkirchen von sehr unterschiedlichem Charakter. Qualitätvoll sind auch seine ländlichen Profanbauten, darunter meist sehr schön proportionierte Pfarrhäuser in (Eberhardzell, 1739-41 und Eggmannsried, 1748).
Literatur
- Kasper, A., Jakob Emele. Ein oberschwäbischer Baumeister des Spätbarock, in: Heilige Kunst 1959, S. 5-62 (mit Werkverzeichnis).
Weblinks
Emele, Jakob Emele, Jakob Emele, Jakob
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Emele, Jakob |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | süddeutscher Barockbaumeister |
| GEBURTSDATUM | 1706 |
| GEBURTSORT | |
| STERBEDATUM | 1780 |
| STERBEORT | |
