James Baker

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James Addison Baker III (* 28. April 1930 in Houston, Texas) ist ein US-amerikanischer Politiker und Diplomat. Er war Außenminister der Vereinigten Staaten unter Präsident George H. W. Bush.

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Studium und Arbeit als Anwalt

Baker studierte Jura, zunächst an der Universität Princeton. Von 1952 bis 1954 diente er als Lieutenant im US Marine Corps, danach studierte er weiter an der Universität von Texas in Austin, wo er 1957 zum Dr. jur. promovierte. Bis 1975 arbeitete er dann in einer Anwaltskanzlei.

Daneben begann er eine politische Karriere. Er war zunächst Mitglied der Demokraten, wechselte dann aber zu den Republikanern. Schon 1970 leitete er einen erfolglosen Wahlkampf George Bushs.

Politischer Aufstieg

Ab 1975 arbeitete er im Handelsministerium in der Regierung von Präsident Gerald Ford und war 1976 Leiter von dessen Wahlkampagne. 1980 leitete er erneut einen Wahlkampf für George Bush, nämlich in den Vorwahlen gegen den republikanischen Mitbewerber Ronald Reagan. Reagan gewann sowohl diese Vorwahlen als auch die US-Präsidentschaftswahl 1980. George Bush wurde Vizepräsident, und Baker wurde 1981 von Reagan zum Stabschef im Weißen Haus ernannt. Diesen Posten behielt er bis 1985, als er in Reagans zweitem Kabinett Finanzminister wurde.

Außenminister unter Bush I

Bei der US-Präsidentschaftswahl 1988 leitete er erneut den Wahlkampf von George Bush, der diesmal erfolgreich war. Baker wurde von Bush zum Außenminister ernannt. In den Wendejahren 1989/1990 setzte er sich für einen friedlichen Übergang vom Sozialismus zu Demokratie und Marktwirtschaft in Osteuropa und der Sowjetunion ein. Er nahm 1990 auch an den „2+4 Verhandlungen“ teil, wo er als starker Fürsprecher der deutschen Einheit auftrat. Die Unterstützung der USA gilt als wichtige Ursache für deren Gelingen.

Im Zweiten Golfkrieg von 1991 schmiedete er die Allianz zur Befreiung Kuwaits unter Mandat der Vereinten Nationen.

Für seine Verdienste wurde er 1991 mit der Presidential Medal of Freedom ausgezeichnet.

Tätigkeit seit 1992

1992 wurde Baker erneut Stabschef im Weißen Haus. Nach der Niederlag Bushs gegen Bill Clinton bei der US-Präsidentschaftswahl 1992 arbeitete Baker wieder als Anwalt.

1997 wurde er zum UN-Sondergesandten für den Westsaharakonflikt ernannt. 2004 zog er sich von diesem Posten zurück, weil es nicht gelungen war, eine Eingung zwischen der Marokko, welches das Land annektiert, und der POLISARIO, die sich als Vertretung der „Demokratischen Arabischen Republik Sahara“ sieht, zu erreichen.

Bei der Wahlkampagne von George Walker Bush im Jahr 2000 war Baker Rechtsberater der republikanischen Kampagne und überwachte für die Republikaner die Nachzählung in Florida.

Seit Dezember 2003 ist James Baker Irak-Gesandter der US-Regierung. Er verhandelt unter anderem mit anderen Staaten darüber, dem Irak Schulden zu erlassen.

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Personendaten
Baker, James
US-amerikanischer Politiker
28. April 1930
Houston, Texas

See also: James Baker, 1930, 1980, 1981, 1988, 1990, 1991