Jan Łukasiewicz
Jan Łukasiewicz (* 21. Dezember 1878, Lemberg; † 13. Februar 1956, Dublin) war polnischer Philosoph, Mathematiker und Logiker.
Er war von 1915-1939 Professor an den Universitäten von Lwów (Lemberg) und Warschau und Mitbegründer der Lwów-Warschau-Schule der mathematischen Logik und Grundlagenforschung und gehörte auch dem Krakower Kreis an. In der Zeit der Besetzung Polens durch die Nazis arbeitete er an der Warschauer Untergrunduniversität. 1949 ging er nach Dublin (Irland).
1920 führte er die so genannte Polnische Notation ein, bei welcher der Operator eines mathematischen Ausdrucks vor den Operanden geschrieben wird: statt 8 + 5 schreibt man + 8 5. Später leitete er davon die Umgekehrte Polnische Notation ab, bei der man folgende Schreibweise verwendet: 8 5 +.
Jan Łukasiewicz schuf die dreiwertige Logik, das erste nicht-klassische logische Kalkül. Aufbauend auf seine Arbeit über dreiwertige Logik wurden nicht-klassische Logiken, wie modale Logik, probabilistische Logik, oder auch Fuzzy-Logik, entwickelt.
In seinen mehrwertigen Logiken verwendete er Wahrheitswertfunktionen, die heute als Łukasiewicz-Tarski-Negation und als Łukasiewicz-Tarski-Implikation bezeichnet werden.
Weblinks
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Łukasiewicz, Jan |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | polnischer Philosoph, Mathematiker und Logiker |
| GEBURTSDATUM | 21. Dezember 1878 |
| GEBURTSORT | Lemberg, heute Ukraine |
| STERBEDATUM | 13. Februar 1956 |
| STERBEORT | Dublin |
