Jane Fonda

Jane Seymour Fonda, (* 21. Dezember 1937 in New York) ist eine US-amerikanische Schauspielerin.

Sie ist die Tochter von Henry Fonda, Schwester von Peter Fonda und Tante von Bridget Fonda. Ihre Mutter, Frances Seymour Brokaw Fonda, konnte ihren Stammbaum bis zu Jane Seymour, einer der vielen Ehefrauen des englischen Königs Heinrich VIII., zurück verfolgen. Sie beging 1950 wegen einer Affäre Henry Fondas mit einer wesentlich jüngeren Frau Selbstmord. Jane Fonda, der man erzählt hatte, die Mutter sei an einem Herzinfarkt gestorben, erfuhr von den Hintergründen erst ein Jahr später durch einen Zeitungsartikel.

Bereits 1954 trat sie zusammen mit ihrem Vater am Theater auf. Ab 1958 besuchte sie die Schauspielschule von Lee Strasberg. 1960 drehte sie ihren ersten Kino-Film. Sie besuchte die Sowjetunion, ging nach Frankreich, drehte dort mehrere erfolgreiche Filme und heiratete am 14. August 1965 Roger Vadim, unter dessen Regie sie 1968 als Barbarella eines der weiblichen Sexsymbole der 1960er-Jahre wurde. Die Ehe wurde 1973 geschieden.

Jane Fonda engagierte sich in den 1970er-Jahren vehement gegen den Vietnamkrieg. Sie besuchte Nord-Vietnam und ließ sich dort lächelnd auf einer Flugabwehrkanone sitzend abbilden. Die Reise brachte ihr in der Heimat den Beinamen "Hanoi-Jane" ein. Jahre später bezeichnete sie ihr Posieren neben den Waffen des Vietcong als Fehler, steht jedoch weiterhin zu ihrer Kritik am damaligen US-amerikanischen Vorgehen in Südost-Asien. Nach ihrer gescheiterten Ehe mit dem Politiker Tom Hayden heiratete sie 1991 Ted Turner, den Gründer des Nachrichtensenders CNN. Diese Ehe hielt bis 2001.

Einer der größten Filmerfolge Fondas war 1979 der kritische Kernkraft-Thriller The China Syndrome. Die von dem Film ausgelösten, heftigen Diskussionen über die Nutzung der Kernergie, an denen sich auch Jane Fonda prominent beteiligte, verursachten bei dem sogenannten "Vater der Wasserstoffbombe", Edward Teller, nach eigener Aussage einen Herzinfarkt. ("Ich war das einzige Opfer von Three Mile Island!")

Hollywood ehrte die politisch nicht immer wohl gelittene Schauspielerin dennoch mit zwei Oscars (1972 für Klute und 1979 für Coming Home) bei sieben Nominierungen. 1990 zog sie sich scheinbar endgültig aus dem Filmgeschäft zurück. 2001 hatte sie jedoch einen Cameo-Auftritt in Barry Levinsons Gangsterkomödie Banditen!, in der auch ihr Sohn Troy Garity spielte. 2005 übernahm Fonda die Titelrolle als Jennifer Lopez' böse Schwiegermutter in Monster-In-Law, welcher von der Kritik alles andere als gelungene bezeichnet wurde. Kurz vor der Premiere dieses Films brachte Jane Fonda ihre Autobiografie unter dem Titel My Life So Far auf den Markt sowie eine DVD-Ausgabe ihrer Aerobic-Videos.

Sie gehört seit Ende der 70er zu den Protagonisten dieses Fitness-Trends, den sie kommerziell bis heute erfolgreich vermarktet. Nach einigen Todesfällen von Freizeitsportlern, vertrat die ursprünglich höchst radikale Anforderungen an den Körper propagierende Fonda ("Go For the Burn!") später eine vorsichtigere Linie. Im Alter gestand sie ein, mehr als dreißig Jahre an Bulimie gelitten zu haben.

Jane Fonda hat eine Tochter aus ihrer Ehe mit Roger Vadim sowie einen Sohn und eine Adoptivtochter mit Tom Hayden.

Zitate

"Man könnte sagen, ich war der einzige, dessen Gesundheit von diesem Reaktor in der Nähe von Harrisburg geschädigt wurde. Aber nein, das wäre ganz falsch. Es war nicht der Reaktor. Es war Jane Fonda. Reaktoren sind nicht gefährlich." (Edward Teller nach seinem Herzinfarkt 1979.)

"Wie zum Teufel würden Sie es finden, wenn sie so lange in diesem Geschäft wären wie ich und müssten dann erleben, wie eines Ihrer Kinder vor Ihnen einen Oscar bekommt?" (Henry Fonda zum ersten Oscar für seine Tochter 1972.)

Filmographie (Auswahl)

Weblinks

Fonda, Jane Fonda, Jane Fonda, Jane Fonda, Jane Fonda, Jane

Personendaten
Fonda, Jane
US-amerikanische Filmschauspielerin
21. Dezember 1937
New York City, New York, USA

See also: Jane Fonda, 14. August, 1937, 1950, 1954, 1958, 1960, 1960er