Jean Gerson

Jean Charlier de Gerson ( Johannes Gerson) (* 14. Dezember 1363 in Gerson-lès-Barby bei Rethel; † 12. Juli 1429 in Lyon) war ein französischer Theologe und wurde "Doctor christianissimus" (allerchristlichster Lehrer) genannt.

Er war ab 1377 Schüler von Pierre d'Ailly am Navarra-Kolleg in Paris und ab 1395 als dessen Nachfolger Kanzler der Pariser Universität. Im Abendländischen Schisma vertrat er konziliaristische Ideen und wurde führender Theologe des Konstanzer Konzils (1414-1418). Hier zeigte er sich als Gegner von Wyclif und Jan Hus und sprach sich gegen den Tyrannenmord aus. Aus Furcht vor dem Herzog von Burgund Johann Ohnefurcht zog er sich 1418 nach Rattenberg (Inn), später nach Melk zurück. Ab 1419 lebte und schrieb er in Lyon. Nach seinem Tode wurde er hier als Seliger verehrt.

Gerson war vom Nominalismus beeinflusst und betonte den Vorrang der mystischen vor der scholastischen Theologie. Der Mystik schreibt er die vollkommenste Erkenntnis Gottes zu.

Zusammenfassend kann man ihn als bedeutenden Prediger, mystischen Theologen und wirkungsvollen Schriftsteller bezeichnen.

siehe auch: Renaissance-Humanismus#Europäischer Humanismus

Werke (Auswahl)

Literatur

Weblinks

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Personendaten
Gerson, Jean
Johannes Gerson, Jean Charlier de Gerson
Theologe
14. Dezember 1363
Gerson bei Rethel (Stadt)
12. Juli 1429
Lyon

See also: Jean Gerson, 12. Juli, 1363, 14. Dezember, 1429, Abendländisches Schisma, Inn, Jan Hus, Johann Ohnefurcht