Jens Emil Mungard
Jens Emil Mungard (* 1885 in Keitum; † 1940 in Sachsenhausen) war ein bedeutender Dichter der Nordfriesischen Sprache.
Ströntistel es min bloom,
Ströntistel neem's uk mi.
Jü gröört üp dünemsön,
Ik üp des leewents-strön,
En proter haa wat biid!
Jens E. Mungard wurde 1885 als Sohn des ebenfalls schreibenden Bauern Nann Mungard in Keitum auf Sylt geboren. Er besuchte lediglich acht Jahre die Volksschule und lebte als Bauer in Keitum. Wirtschaftlich völlig unbegabt lebte er in Armut, für seine Werke hatte er niemals ein Honorar erhalten. Mungard trat Zeit seines Lebens für die friesische Kultur ein. Dies führte nach 1933 zu Konflikten mit der nationalsozialistischen Obrigkeit, 1935 wurde Mungard zum ersten Mal verhaftet.
Aus dem Schutzhaftbefehl vom 13. Juni 1936: Ihr bisheriges Verhalten rechtfertigt den dringenden Verdacht, daß Sie auch weiterhin im Ausland das Ansehen des Deutschen Reiches schwer schädigen.
Trotz mehrfacher Verhaftung und Erteilung eines Schreibverbots 1938 weigerte sich Mungard, auf Deutsch zu schreiben. Ende 1938 wurde er ins Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht, wo er 1940 an Entkräftung starb.
Werke
- über 700 Gedichte
- 6 Theaterstücke
- zahlreiche Prosatexte
Literatur
- Jens E. Mungard Ströntistel en Dünemruusen - Das lyrische Werk. Herausgeber: Hans Hoeg, 1995
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Mungard, Jens Emil
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mungard, Jens Emil |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | bedeutender Dichter der Nordfriesischen Sprache |
| GEBURTSDATUM | 1885 |
| GEBURTSORT | Keitum |
| STERBEDATUM | 1940 |
| STERBEORT | Sachsenhausen |
