Jimmy Woode

Jimmy Woode (* 23. September 1928 als James Bryant Woode in Philadelphia; † 23. April 2005 in Lindenwood, New Jersey) war ein amerikanischer Jazz-Kontrabassist.

James Bryant Woode wurde am 23. September 1928 in Philadelphia geboren. Sein Onkel, Henri Woode, war Arrangeur in Big-Bands, und sein Vater, Jimmy Woode Sr, war Pianist und Lehrer. Jimmy Woode spielte zunächst als Posaunist in der Band seines Vaters, als Pianist in Kirchen und als Sänger in Vokalensembles. Er studierte an der Philadelphia Academy of Music, der Universität Boston und am Boston Konservatorium, später nahm er Bass-Unterricht bei Paul Gregory. Während seiner Militärzeit diente er als Radar-Techniker bei der US-Navy.

Nach Kriegsende spielte er schon bald als Jazz-Bassist mit Jazzgrössen wie Louis Armstrong, Charlie Parker, Ella Fitzgerald, Miles Davis, Dizzy Gillespie und Sarah Vaughan. Stolz erzählte er immer wieder von seiner Zeit mit Duke Ellington, dessen Big Band er von 1955 bis 1959 angehörte. Ellington selbst lobte Woode als einen Musiker mit Teamgeist. Das ist Woode, der auch als Komponist einen bleibenden Beitrag zur Jazzgeschichte schrieb, bis zum Schluss geblieben.

1960 übersiedelte Woode nach Europa, wo er zunächst in Schweden und später auch in Deutschland, Holland, Österreich und der Schweiz mit den namhaftesten Musikern aus allen stilistischen Lagern zusammenarbeitete. In Erinnerung bleibt insbesondere seine Mitwirkung bei der Big Band von Francy Boland und Kenny Clarke.

2003 bildete er ein Trio mit dem Schlagzeuger Pete York und dem Jazzkünstler Helge Schneider und erreichte auf einer deutschlandweiten Tournee ein junges Publikum, dem er mit seinen Interpretationen von Jazz-Standards wie "Georgia" und "Summertime" den klassischen Jazz wieder nahebrachte.

Aus der Zusammenarbeit mit Schneider ging auch sein Auftritt in dem Kinofilm "Jazzclub - Der frühe Vogel fängt den Wurm" (Regie: Helge Schneider, Deutschland 2004) hervor. In seiner Rolle als Steinberg, Bassist eines kleinen erfolglosen Jazz-Trios, zeigte er beachtliche schauspielerische Fähigkeiten.

Jimmy Woode starb am 23. April 2005 im Alter von 76 Jahren im US-Bundesstaat New Jersey unerwartet nach einer Hüftoperation. Er hinterließ Hunderte von Schallplatten und CDs - die letzte ist eine Trio-Aufnahme mit dem Pianisten Pierre-Alain Goualch. Woode, Jimmy Woode, Jimmy Woode, Jimmy

See also: Jimmy Woode, 1928, 1955, 1959, 1960, 2003, 2005, 23. April, 23. September, Arrangeur