Joachim Nettelbeck
Joachim Christian Nettelbeck (* 20. September 1738 in Kolberg; † 29. Januar 1824 in Kolberg) war ein durch seine Autobiographie nicht zu Unrecht bekannter Seemann.
Nettelbeck, nach allen Zeugnissen ein bemerkenswert mutiger und besonnener Charakter, geht bereits als Elfjähriger zur See, wird Steuermann und später Kapitän. Er bereist viele europäische Länder und beteiligt sich auch am Sklavenhandel zwischen Afrika und Suriname. Er wird Schiffseigner, der auf eigene Rechnung fährt, erleidet aber Schiffbruch und verliert einen Großteil seines Vermögens. Zwischendurch versucht er sich als Fischer auf dem Stettiner Haff sowie als Lehrer für Nautik in Stettin.
Nach dem Ende seiner Seefahrerkarriere lässt er sich 1783 in der hinterpommerschen Hafenstadt Kolberg als Bierbrauer und Branntweinbrenner nieder. 1806, während der erfolgreichen Verteidigung der Festung Kolberg gegen französische Truppen unter Gneisenau, zeichnet sich der 68-jährige Nettelbeck als Bürgervorsteher durch Tatkraft aus.
1822 veröffentlicht er seine viel gelesene Lebensbeschreibung bei dem Verleger J. G. Haken in Treptow an der Rega. Die Autobiographie Nettelbecks wird 1943/45 zur Vorlage des Drehbuchs für den nationalsozialistischen "Durchhalte"-Film Kolberg von Veit Harlan.
Weblinks
Im Projekt Gutenberg: Des Seefahrers Joachim Nettelbeck höchst erstaunliche Lebensgeschichte von ihm selbst erzählt
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Nettelbeck, Joachim Christian |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | Seemann, Bierbrauer, Branntweinbrenner und bekannt durch seine Autobiographie |
| GEBURTSDATUM | 20. September 1738 |
| GEBURTSORT | Kolberg |
| STERBEDATUM | 29. Januar 1824 |
| STERBEORT | Kolberg |
