Johann Boumann
Johann Boumann (* um 1706 in Amsterdam; † 6. September 1766 in Berlin) war ein deutscher Baumeister.
Leben
Mit 26 Jahren wurde Boumann 1732 nach Potsdam berufen, um dort u.a. im königlichen Auftrag das holländische Viertel zu errichten. Nach dem Regierungsantritt von König Friedrich II. (Preußen) konnte er sich dann vor Aufträgen nicht mehr retten. In den Jahren 1747 bis 1650 schuf er den Alten Dom und erneuerte die Gebäude der Akademie der Wissenschaften.
Zwischen 1748 und 1753 errichtete er in Berlin für Prinz Heinrich von Preußen ein Palais (heute Teil der Humboldt-Universität. 1752 schuf Boumann das Berliner Tor und im darauffolgendem Jahr das Potsdamer Rathaus. Sein letzter großer Auftrag war der Bau der St. Hedwigskathedrale. Nach dem Entwurf von Jean Laurent Legeay vollendete Boumann in den Jahren 1770 bis 1773 diesen Kirchenbau.
Auch wenn Boumanns spätbarocker Baustil eine unverwechselbare Nüchternheit und Strenge zeigt, war er doch anderen Architekten wie z.B. Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff ebenbürtig.
Zum zweitenmal heiratete Boumann in Berlin 1772 Maria Louise Elisabeth, die Witwe des Kaufmanns Konrad Donner. Mit ihr hatte er zwei Söhne: die späteren Architekten Michael Philipp Boumann und Georg Friedrich Boumann. Der Schriftsteller Ludwig Boumann war sein Enkel.
Im Alter von ungefähr 70 Jahren starb Johann Boumann am 6. September 1776 in Berlin.
Literatur
- Rave, Paul O.: Die Residenzstadt Potsdam : Berichte und Bilder. - Berlin : Atlantis-Verl., 1933
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Boumann, Johann |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Baumeister |
| GEBURTSDATUM | 1706 |
| GEBURTSORT | Amsterdam |
| STERBEDATUM | 6. September 1766 |
| STERBEORT | Berlin |
