Johann Carl Fuhlrott
Johann Carl Fuhlrott (* 31. Dezember 1803 in Leinefelde, Thüringen; † 17. Oktober 1877 in Elberfeld (heute zu Wuppertal)) war ein deutscher Naturforscher. Er erkannte 1856 in den im Neandertal bei Düsseldorf gefundenen Skelettresten einen Vorfahren des modernen Menschen, der sich als der erste Fund eines Neandertaler-Skeletts erwies.
Zunächst war Fuhlrott als Lehrer in Elberfeld tätig, ab 1833 hatte der Pionier der Paläanthropologie eine Professur in Tübingen inne. Zu seinen Hauptwerken zählt Der fossile Mensch aus dem Neandertal ... (1865).
Fuhlrott hatte die besonderen Merkmale der ihm von einem Steinbruchbesitzer übergebenen Knochen (ungewöhnlich dicke Grate und Leisten als Ansatzpunkte überaus kräftiger Muskeln) auf Anhieb einem Individuum "aus der vorhistorischen Zeit" zugeschrieben: Zwei Jahre vor Darwins bedeutender Schrift Über die Entstehung der Arten. Als er seine Deutung 1857 auf einer Versammlung von Naturforschern zur Diskussion stellte, wurde er von den Gelehrten nicht ernst genommen, mehr noch: Deren Reaktion empfand Fuhlrott als extrem entmutigend. Seinen ersten schriftlichen Bericht versah er mit dem resignierten Schluss, dass er "auf jeden Versuch einer Propaganda für meine Überzeugung gern verzichte".
Weblinks
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fuhlrott, Johann Carl |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Naturforscher |
| GEBURTSDATUM | 31. Dezember 1803 |
| GEBURTSORT | Leinefelde, Thüringen |
| STERBEDATUM | 17. Oktober 1877 |
| STERBEORT | Elberfeld (heute zu Wuppertal) |
