Johann Gottfried Galle

Johann Gottfried Galle (* 9. Juni 1812 in Pabsthaus bei Gräfenhainichen; † 10. Juli 1910 in Potsdam) war ein deutscher Astronom. Galle entdeckte 1846 den Planet Neptun.

Galle studierte von 1830 bis 1833 in Berlin und übernahm anschließend in Guben eine Stelle im höheren Lehramt als Oberlehrer für Mathematik und Physik am dortigen Gymnasium. Später wechselte er ans Friedrichs-Werdersche Gymnasium nach Berlin und begann 1835 seine Arbeit an der Sternwarte Berlin in der Lindenstraße als Gehilfe von Johann Franz Encke. Dort arbeitet Galle bis 1856. 1840 entdeckte er drei neue Kometen. 1856 ging er nach Breslau, wo er die Leitung der dortigen Sternwarte übernahm. Damit verbunden war eine Professur für Astronomie an der dortigen Universität, die er von 1856 bis 1897 innehatte. 84-jährig verließ Galle 1897 Breslau und zog nach Potsdam, wo er 1910 verstarb. Seine überragende Leistung, die ihm große Bekanntheit eintrug, war 1846 die Entdeckung des Planeten Neptun, dessen Existenz Urbain Jean Joseph Le Verrier schon zuvor aus Bahnstörungen des Uranus errechnet hatte. Galle hinterließ über 200 wissenschaftliche Veröffentlichungen. Die Stadt Gräfenhainichen errichtete ihm 1977 ein Denkmal.

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Personendaten
Galle, Johann Gottfried
deutscher Astronom
9. Juni 1812
10. Juli 1910
Potsdam

See also: Johann Gottfried Galle, 10. Juli, 1812, 1830, 1833, 1835, 1840, 1846, 1856