Johann Hieronymus Schröter
thumb|Johann Hieronymus Schröter
left|thumb|Titelseite von Selenetopographische FragmenteJohann Hieronymus Schröter (* 30. August 1745 in Erfurt, † 29. August 1816 in Lilienthal) war Jurist und hoher Beamter in Lilienthal bei Bremen. Als "Astronom aus Leidenschaft" baute er die größte Sternwarte Europas mit Spiegelteleskopen aus eigener Fertigung - darunter eines mit 70 cm Öffnung.
Er gilt als erster Spezialist der Mond- und Planetenbeobachtung und Initiator der "Himmelspolizey" zur Suche nach Asteroiden. Mit Franz Xaver von Zach gründete er 1800 die Astronomische Gesellschaft, um die Verbreitung von Wissen und Entdeckungsdaten zu fördern.
Bekannt wurde er schon 1791 durch die "Selenotopografischen Fragmente". Mit 700 Seiten und hunderten Detailskizzen waren sie lange Standardwerk zur Beobachtung des Erdmondes und für Monitoring seiner Oberfläche.
1802 stellte Schröter fest, dass die nächstgelegenen Fixsterne so weit entfernt wären, dass ihre Parallaxe kleiner als 0,75 Bogensekunden sein müsse. 1804 entdeckte Karl Ludwig Harding auf seiner Sternwarte den dritten Asteroiden Juno.
thumb|Karten in Selenetopographische Fragmente
Weblinks
- http://www.avl-lilienthal.de/avl-histor-body.htm
- http://planetarium.hs-bremen.de/bremen/astroinbremen.html
Schroter, Johann Hieronymus Schroter, Johann Hieronymus
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schröter, Johann Hieronymus |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | Jurist und hoher Beamter in Lilienthal bei Bremen |
| GEBURTSDATUM | 30. August 1745 |
| GEBURTSORT | Erfurt |
| STERBEDATUM | 29. August 1816 |
| STERBEORT | Lilienthal |
