Joseph Görres
[[Bild:GörresDenkmalKoblenz.jpg|thumb|right|Görres-Denkmal in den Rheinanlagen ]] Johann Joseph Görres (seit 1839 von Görres) (* 25. Januar 1776 in Koblenz; † 29. Januar 1848 in München) war ein deutscher Gymnasial- und Hochschullehrer und katholischer Publizist.
Görres war der Gründer und erste Herausgeber der noch heute erscheinenden Zeitung Rheinischer Merkur. Er war 1841/1842 neben Sulpiz Boisserée und August Reichensperger einer der Initiatoren bei der Gründung des Zentral-Dombau-Vereins zu Köln.
Als im Jahre 1841 der "Rheinische Merkur" - die Zeitung des Publizisten Görres - die Ideale der freiheitsbewußten europäischen Völker verkündete, die sich gegen die Tyrannei Napoléon I. erhoben hatten, nannten die Franzosen diese Zeitung " die fünfte Großmacht Europas ". Das war nicht das erste Mal, dass die Franzosen auf Görres aufmerksam wurden. Schon das "Rote Blatt" (Bonn), das der damalige Medizinstudent Görres redigierte, war von der französischen Besatzungsbehörde verboten worden. Görres hatte den Aufstieg von Napoléon miterlebt und mit Weitblick die Gefahr der Entwicklung für Europa erkannt. "In Napoleon wird der Welt eine Tyrannei erwachsen, wie man sie seit der Römerzeit nicht mehr gekannt hat." verkündete er seinen Landsleuten.
Im "Rheinischen Merkur" trat Görres mit scharfgeschliffenen Wort für die Freiheit der Völker ein, für die deutsche Sprache und Kultur, Eintracht der Fürsten und Völker, Erneuerung der Pressefreiheit und des Kaisertums, für Verfassung und Völkerrechte. Die preußische Regierung verbot 1816 die unbequeme Zeitung und erliess einen Haftbefehl, der Görres zur Flucht in die Schweiz zwang. Jahrelang arbeitete er als Naturphilosoph, politischer Schriftsteller, Herausgeber deutscher und persischer Dichtung in der Emigration. Er war ein Freund der Romantiker Clemens Brentano und Ludwig Achim von Arnim und widmete seine Kraft immer mehr der Stärkung des Katholizismus. 1826 wurde er an die Universität München gerufen, dort schrieb er "Die christliche Mystik".
Görres war einer der bedeutendsten (katholischen) politischen Publizisten der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Von 1826 bis zu seinem Tod wirkte er als Professor in München. Seine Büste steht in der Walhalla und die Görres-Gesellschaft wurde nach ihm benannt.
Veröffentlichungen
- Aphorismen über Kunst, 1802
- Über den Fall Teutschlands und die Bedingungen seiner Wiedergeburt, 1810
- Mythengeschichten der asiatischen Welt, 1810
- Rheinischer Merkur (Hrsg.), 1814-1816
- Teutschland und die Revolution, 1819
- Europa und die Revolution, 1821
- Athanasius, 1838
- Der Dom von Köln und das Münster von Strasburg, 1842
- Aspecten an der Zeitwende. Zum neuen Jahre 1848, 1848
Weblinks
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Görres, Joseph |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Gymnasial- und Hochschullehrer und katholischer Publizist |
| GEBURTSDATUM | 25. Januar 1776 |
| GEBURTSORT | Koblenz |
| STERBEDATUM | 29. Januar 1848 |
| STERBEORT | München |
