Johann Melchior Molter
Johann Melchior Molter (* 1696 in Tiefenort; † 12. Januar 1765 in Karlsruhe) war ein deutscher Komponist und Kapellmeister.
Er studierte in Venedig und Rom; diese Studien wurden ihm vom Markgrafen von Baden finanziert. Nach Beendigung seines Studiums im Jahre 1722 trat er die Stellung des Markgräflich Badischen Kapellmeisters in Durlach an, die er bis 1733 innehatte. In diesem Jahr folgte er einer Berufung zum Kirchenmusikdirektor nach Eisenach. Dieses Amt bekleidete er zehn Jahre lang. 1743 nach Durlach zurückgekehrt, übernahm er wiederum seine frühere Stellung des dortigen Kapellmeisters der Hofmusik. Molter starb im Alter von 69 Jahren in Karlsruhe.
Er gilt als einer der produktivsten Komponisten der Instrumentalmusik des 18. Jahrhunderts und genoss zu Lebzeiten hohes Ansehen. Sein kompositorisches Schaffen umfasst Konzerte, Ouvertüren, Sonaten sowie Kantaten. Seine Werke sind heute fast vollständig in Vergessenheit geraten.
Werke (Auswahl)
- Konzert für Oboe Nr. 7 in B-Dur
- Konzert für Fagott in B-Dur
- Konzert für Flöte und Streichorchester Nr. 2 in D-Dur
- Konzert für Flöte, Streicher, Oboen und Hörner Nr. 1
- Konzert für Klarinetten in A-Dur
- Konzert für Klarinette in D-Dur
- 6 Konzerte für Klarinette, Streichorchester und Cembalo
- Konzert für Trompeten, Streichorchester und Bass
- Konzert für Viola, Streichorchester und Bass in A-Dur
- Konzert für Traversflöte, Viola und Bass in D-Dur
- Konzert für Traversflöte, Viola und Bass in e-Moll
- Konzert für Trompete, Streichorchester und Bass in D-Dur
siehe auch: Liste deutscher Komponisten klassischer Musik
Molter, Johann Melchior
