Johannes Tralow

Johannes Tralow (* 2. August 1882 in Lübeck; † 27. Februar 1968 in Ost-Berlin; Pseudonym Hanns Low) war ein deutscher Romanautor, Erzähler, Dramatiker und Publizist.

Nach einer kaufmännischen Ausbildung arbeitete er mehrere Jahre als Volontär im Nahen Osten (unter anderem 1899/1904 Ägypten). Später wurde er Chefredakteur des „Lübecker Tageblatts“. Ab 1914 begann eine achtzehnjährige Tätigkeit am Theater. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 lebte er zurückgezogen als freischaffender Schriftsteller. Nach seiner Wahl zum Präsidenten des damaligen P.E.N.-Zentrums Ost und West (1951, bis 1960) wurden seine Werke hauptsächlich in der DDR verlegt, in die er in seinen letzten Lebensjahren übersiedelte.

Tralow hat, ausgehend von umfangreichen geschichtlichen Studien, „seinen Lesern das Tor zu fast unbekannten historischen Welten geöffnet und ihnen in erregenden Handlungen die Kultur- und Sittengeschichte ganzer Völker nahegebracht“ (B. Brandl). Tralows bedeutendstes Erzählwerk ist die „Osmanische Tetralogie" mit den Romanen

In diesem Zyklus stellt Tralow den Aufstieg der Osmanen vom türkischen Nomaden-Stamm zur Weltmacht dar und den beginnenden Zerfall (13. bis 18. Jahrhundert). Die farbige Schilderung blutiger Machtkämpfe lebt vor allem durch die faszinierenden Frauengestalten.

Tralows letztes Buch, an dem er über mehrere Jahrzehnte gearbeitet hat, war der biographische Roman

Mit ihm wollte er einen Beitrag leisten zur „Vertiefung der Freundschaft mit den arabischen Völkern und des Verständnisses für ihre Kulturgeschichte“.

Weitere Werke:


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Personendaten
Tralow, Johannes
Hanns Low (Pseudonym)
Romanautor, Erzähler, Dramatiker und Publizist
2. August 1882
Lübeck
27. Februar 1968
Ost-Berlin

See also: Johannes Tralow, 1882, 1968, 2. August, 27. Februar, Deutsche Demokratische Republik, Dramatiker, Erzähler, Lübeck