John Irving

John Winslow Irving (* 2. März 1942 in Exeter, New Hampshire) ist ein US-amerikanischer Romanautor.

Die unwahrscheinlichsten, oftmals äußerst skurrilen und makabren Begebenheiten, die gleichzeitig wiederum ins Urkomische übergehen, zeichnen John Irvings Romane aus. Ein weiteres Hauptthema sind die zwischenmenschlichen Beziehungen, die er meistens überdeutlich und krass darstellt. Irvings größtes literarisches Vorbild ist Charles Dickens.

John Irving, Sohn eines Professors für russische Geschichte und einer Krankenschwester, beginnt mit 14 Jahren zu ringen und zu schreiben, hat aber wegen seiner Legasthenie in der Schule große Schwierigkeiten. Im Alter von 19 Jahren wusste er genau was er wollte: ringen und Romane schreiben.

Dazu meint Irving: „Schreiben ist wie Ringen. Man braucht Disziplin und Technik.“ Er studierte an der Universität von New Hampshire und im Rahmen eines Auslandsstudienprogramms auch in Wien – am Institute for European Studies, wo er die Idee zu seinem ersten Roman hatte: Er verbrachte seine Zeit im Tiergarten und in Kaffeehäusern (da es in seinem Zimmer zu kalt war), fuhr Motorrad, las Die Blechtrommel von Günter Grass und schrieb, davon inspiriert, sein erstes Buch Setting free the Bears (deutsch: Lasst die Bären los).

1978 schaffte er dann mit Garp und wie er die Welt sah den Durchbruch, und konnte sich, ob des großen Erfolgs, von da an voll der Schriftstellerei widmen.

Werke

Verfilmungen

Verfilmt wurden Garp mit Robin Williams und Glenn Close, sowie Hotel New Hampshire mit Jodie Foster, Beau Bridges und Nastassja Kinski als Susie, der Bär. An beiden Drehbüchern hat John Irving mitgeschrieben.

Owen Meany wurde 1998 unter dem Titel "Simon Birch" verfilmt, u.a. mit Jim Carrey. Dieser Film wurde in Deutschland nur auf Video vertrieben und von Zeit zu Zeit im Privatfernsehen ausgestrahlt. Er benutzt nur wenige Motive des Irving-Buches, um daraus die süßliche Geschichte eines Kinderhelden zu machen.

Irvings Buch My movie business erzählt von der Umsetzung seiner Romane in Drehbücher und enthält viele interessante und witzige biografische Anmerkungen. Hauptsächlich wird von seinem Werk Cider House Rules (Gottes Werk und Teufels Beitrag) erzählt, das er in den letzten 13 Jahren für vier verschiedene Regisseure immer wieder neu adaptiert hat. Der Film kam Ende 1999 in den USA in die Kinos, und zwar mit Michael Caine in der Rolle des Dr. Wilbur Larch, der für diese Darstellung seinen zweiten Oscar erhielt. Der Film Cider House Rules war in sieben Kategorien nominiert, auch John Irving selbst, der für das Beste Drehbuch (nach der Vorlage seines eigenen Romans) ebenfalls einen Oscar erhielt. John Irving war auch am Schnitt, an der Besetzung und als Schauspieler beteiligt. Auch sein Sohn Colin ist im Film zu sehen.

Witwe für ein Jahr wurde mit Kim Basinger und Jeff Bridges in den Hauptrollen verfilmt, wobei sich die Adaption des Buches auf das erste Drittel des Romans konzentriert.

Weblinks

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Irving, John

Personendaten
Irving, John
John Winslow Irving
US-amerikanischer Romanautor
2. März 1942
Exeter, New Hampshire

See also: John Irving, 1942, 1958, 1968, 1972, 1974, 1978, 1981