John Kenneth Galbraith
John Kenneth Galbraith (* 15. Oktober 1908 in Ontario) ist ein Ökonom, Sozialkritiker, Präsidentenberater, Romancier und Diplomat.
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Überblick
In seinem Hauptwerk Gesellschaft im Überfluss thematisiert er den Überfluss an privaten Gütern bei einem gleichzeitigem Mangel an öffentlichen Diensten. Er kritisierte, dass wirtschaftliches Handeln noch von dem Geist des 19. Jahrhunderts getragen ist: der Grenznutzen eines Zweitautos hält sich in Grenzen, trotzdem muss die Produktion immer weiter gesteigert werden um den sozialen Frieden nicht zu gefährden. Er warnte bereits 1958 vor den Wachstumsfolgen für die Umwelt.
Als Berater von John F. Kennedy befürwortet er Lohn- und Preiskontrollen für die Armen, die seiner Meinung nach als einzige keine Lobby haben, was oft vergessen wird. Er setzte sich dafür ein, Steuerpolitik als ein Lenkungsmittel anzusehen, das alle Firmen (auch Oligopolisten!) gleich trifft, um die Inflation zu mindern. Des weiteren sprach er sich dafür aus, hohe Einkommen für Arbeitslose zu garantieren und soziale Sicherheit von der Produktion zu entkoppeln.
Werke
- China : Impressionen einer Reise. - München Droemer Knaur, 1973. -Neuaufl.
- Finanzgenies : eine kurze Geschichte der Spekulation. - Frankfurt a.M. Eichborn, 1992
- Die moderne Industriegesellschaft. - München : Droemer Knaur, 1974
- Tagebuch eines Botschafters : ein persönlicher Bericht über die Jahre mit Kennendy. - München : Droemer Knaur, 1970
- Wirtschaft, Friede und Gelächter. - München : Droemer Knaur, 1974 (Essays)
- Wirtschaft für Staat und Gesellschaft. - München : Droemer Knaur, 1976
- The Great Crash. - Boston : Houghton Mifflin, 1988 -Neuaufl. (1.Auflage 1954)
- Die Geschichte der Wirtschaft im 20. Jahrhundert. - Hamburg : Hoffmann und Campe, 1995
- Die Ökonomie des unschuldigen Betrugs. - München : Siedler, 2005
Zitate
(übersetzt aus dem englischsprachigen Wikipedia-Artikel John Kenneth Galbraith):
- „Wenn man den Pferden genug Hafer gibt, kommt auch etwas heraus als Futter für die Spatzen“ – mit Bezug auf die Trickle-down-Theorie.
- „Bei der Wahl zwischen der Änderung der eigenen Ansicht und dem Beweis, dass dies nicht nicht nötig sei, macht sich fast jeder eifrig ans Beweisen.“
- „Im Kapitalismus beutet der Mensch den Menschen aus. Im Kommunismus ist es genau umgekehrt.“
- „Einem Mann, der hungrig ist, muss man nicht erzählen, dass er Essen braucht.“
Literatur
- Friedman, Milton: From Galbraith to economic freedom. - London : Institute of economic affairs, 1977
- Gambs, John S.: John Kenneth Galbraith. - Boston : Twayne, 1975
- MacFadzean, Frank: The economics of John Kenneth Galbraith. - London : Centre for Policy, 1977
- Meier, Beat: John Kenneth Galbraith und seine Wegbereiter. - Grüsch : Rüegger, 1989
- Der Triumph : Roman. - München : Droemer Knaur, 1969
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Galbraith, John Kenneth |
| ALTERNATIVNAMEN | |
| KURZBESCHREIBUNG | Ökonom, Sozialkritiker, Präsidentenberater, Romancier und Diplomat |
| GEBURTSDATUM | 15. Oktober 1908 |
| GEBURTSORT | Ontario |
| STERBEDATUM | |
| STERBEORT | |
