John Stuart, 3. Earl of Bute
thumb|John Stuart John Stuart, 3. Earl of Bute (* 25. Mai 1713; † 10. März 1792) war ein britischer Staatsmann.
John Stuart stammte aus einem Geschlecht, das von einem natürlichen Sohn Roberts II. von Schottland abstammte, wurde 1737 ins Parlament gewählt und hielt sich zur heftigsten Opposition. Deshalb nicht wieder gewählt, zog er sich auf die ihm gehörige Insel Bute, eine der Hebriden, zurück.
Bei der Landung des Prätendenten Charles Edward Stuart 1745 ging er nach London, wurde Günstling von Friedrich, Prince of Wales und nach dessen Tod Erzieher des nachmaligen Königs Georg III. Nach dessen Thronbesteigung 1760 wurde Stuart Mitglied des Geheimen Rats und wußte alle Personen, die seinen ehrgeizigen Plänen im Weg standen, aus der Nähe des Königs zu entfernen. Nur William Pitt hielt sich bis zum Oktober 1761 im Departement des Auswärtigen. Stuart selbst war zuerst Staatssekretär und nach dem Sturz Thomas Pelham-Holles, 1. Duke of Newcastle Premierminister. Als solcher schloß er gegen den Wunsch Friedrichs des Großen, des Alliierten Englands, 3. Nov. 1762 den Präliminarfrieden zu Fontainebleau mit Frankreich und machte sich dadurch sowie durch Begünstigung der Tories und neue Steuern, besonders durch Einführung der Stempeltaxe, wodurch der Streit mit Nordamerika entzündet wurde, so unpopulär, daß er 8. April 1763 seine Entlassung nehmen mußte.
Stuart lebte seitdem auf seinem Schloß Lutton in Berkshire, wo eine Bibliothek von 30.000 Bänden, ein botanischer Garten und ein reiches Kabinett physikalischer, mathematischer und astronomischer Instrumente ihn ganz in Anspruch nahmen; er starb 10. März 1792. Nur in Hofintrigen gewandt, ermangelte er aller staatsmännischen Befähigung. Sein Lieblingsstudium war Botanik. Für die Konigin von England verfaßte er ein Prachtwerk über die britische Flora: "Botanical tables", 9 prachtvoll ausgestattete Quartbände, von denen nur 12 Exemplare gedruckt und verschenkt wurden.
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