Josef von Nazaret
Josef von Nazaret oder Josef der Zimmermann gilt gemäß des Neuen Testaments der Bibel und der kirchlichen Überlieferung zwar als gesetzlicher, nicht aber als leiblicher Vater Jesu. [[Bild:Meister des Perikopenbuches Heinrichs II. 002.jpg|thumb|Der Traum Josefs (aus dem Perikopenbuch Heinrichs II., vor 1014)]]
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Biografie
Nach Mt 2,23 stammte und wohnte Josef in der Stadt Nazaret und beherrschte das Bauhandwerk (Mk 6,3). Ein „Tekton“ (oft irreführend als „Zimmermann“ übersetzt) konnte generell mit Steinen, Stroh und Holz umgehen und war meist im Hausbau tätig.
Nach biblischer Darstellung war er mit Maria verlobt, die er auf Weisung eines Engels, der ihm nachts im Traum erschien, zur Frau genommen habe. Der Evangelist Matthäus gibt den Stammbaum Josefs an, der auf Jesus durch Adoption überging. Die bei Lukas und Matthäus berichtete Geburt Jesu in der Davidsstadt Betlehem wäre demnach ebenfalls Josef zu verdanken, der aus dem Haus Davids stammte. [[Bild:Gutenzell Krippe Flucht nach Aegypten.jpg|thumb|220px|Josef, Maria und Jesus auf der Flucht nach Ägypten in der Krippe von Gutenzell]] Im Lukasevangelium taucht Josef letztmals auf, als er mit Maria den verlorenen zwölfjährigen Jesus im Tempel von Jerusalem wiederfindet. Daraus schließt man, dass er noch vor dem öffentlichen Auftreten Jesu gestorben sei.
Nach Mt 1,19 glaubte Josef, Jesus sei unehelich gezeugt, bis ein Engel ihm den wahren Sachverhalt erklärte (Mt 1,20). Im jüdischen Talmud wird Jesus als uneheliches Kind eines römischen Soldaten bezeichnet.
Die römisch-katholische und orthodoxe Tradition nimmt - über das Zeugnis der Bibel hinausgehend - an, Josef habe auch nach der Geburt Jesu mit Maria eine sogenannte Josefsehe ohne Sexualakte geführt. Die neutestamentlich bezeugten Geschwister Jesu wären dann als ein Kreis von nahen Verwandten zu verstehen, in deren Verband nach dem Tod Josefs Maria und Jesus aufgenommen wurden.
Verehrung
[[Bild:Guido Reni 042.jpg|thumb|Guido Reni: Der heilige Josef, 1640-1642 (typische Darstellung der Barockzeit)]] In der Ostkirche wurde Josef schon sehr früh verehrt, im Westen dagegen erst gegen ab 850.
In der barocken Ikonografie ist der Tod des heiligen Josef ein beliebtes Thema. So wurde er zum Schutzpatron der Sterbenden. Außerdem gilt er auch als Schutzpatron der Ehe.
Papst Pius IX. erklärte den heiligen Josef 1870 zum Schutzpatron der katholischen Kirche.
Pius XII. führte 1955 als kirchliches Pendant zum weltweit begangenen Tag der Arbeit (1. Mai) den Gedenktag Josef der Arbeiter ein, der laut Bibel als teknon (Bauhandwerker) tätig war und so traditionell als Patron der Arbeiter, insbesondere Zimmerleute und Holzfäller gilt. Dies war eine Reaktion der Kirche auf die soziale Bewegung.
Josef wurde von Papst Johannes XXIII. neben Maria zum besonderen Schutzpatron des 2. Vaticanums erwählt und seine Anrufung ins erste römische Hochgebet eingefügt.
Im 20. Jahrhundert wurden dem heiligen Josef mehr neue katholische Kirchen geweiht als irgendeinem anderen Heiligen (Maria ausgenommen).
Gedenktag
- Katholisch: 19. März (Hochfest im Allgemeinen Römischen Kalender)
- Josef der Arbeiter: 1. Mai (Nicht gebotener Gedenktag im Allgemeinen Römischen Kalender)
- Orthodox: 16. Dezember
- Evangelisch: 19. März
- Anglikanisch: 19. März
Der 19. März wird in der Katholischen Kirche seit dem 12. Jahrhundert zu Ehren des heiligen Josef begangen, heute als Hochfest. Der Tag wird Josefstag oder Joseftag genannt. In Bayern heißt der Tag Josefi, in der Schweiz Seppitag.
Für den Tag gibt es folgende Wetterregeln:
- "Ein schöner Josephstag ein gutes Jahr verheißen mag".
- "Ist's Josef klar, gibt's ein gutes Honigjahr".
Siehe auch
Weblinks
- Ökumenisches Heiligenlexikon: Joseph von Nazaret
- Apostolisches Schreiben "Redemptoris Custos" von Papst Johannes Paul II.
| Personendaten | |
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| NAME | Josef von Nazaret |
| ALTERNATIVNAMEN | Josef der Zimmermann |
| KURZBESCHREIBUNG | gesetzlicher, aber nicht leiblicher Vater Jesu |
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