Julius Eduard Hitzig
Julius Eduard Hitzig, ursprünglich Isaac Elias Itzig, (* 26. März 1780 in Berlin; † 26. November 1849 in Berlin); Jurist, Verleger, Schriftsteller.
Hitzig studierte Rechtswissenschaften in Halle und Erlangen und absolvierte den juristischen Vorbereitungsdienst in Warschau sowie am Kammergericht in Berlin. Seit 1804 Regierungsassessor in Warschau, wurde er 1807 aus dem preußischen Justizdienst entlassen. Er machte eine Buchhändlerausbildung und gründete in Berlin einen Verlag, in dem er u. a. die Berliner Abendblätter (1810/11) Heinrich von Kleists veröffentlichte. 1814 kehrte er in den Justizdienst am Berliner Kammergericht zurück, er wurde 1815 zum Kriminalrat und 1827 zum Director des Inquisitoriats sowie zum Mitglied im Criminal-Senat ernannt; 1835 ging er in den Ruhestand. Mit der Gründung strafjuristischer Fachzeitschriften (z. B. Zeitschrift für die Criminal-Rechts-Pflege in den Preußischen Staaten mit Ausschluß der Rheinprovinzen, 1825 ff.) förderte er die Fachdiskussion, doch er war auch in das literarische Leben seiner Zeit involviert, und zwar nicht nur als Verleger, sondern auch als Mitglied und Mitbegründer literarischer Gesellschaften (u. a. der "Mittwochsgesellschaft", ab 1824) sowie durch Freundschaften mit zahlreichen Autoren seiner Zeit. Er verfaßte biographische Arbeiten über Zacharias Werner, Adelbert von Chamisso und E. T. A. Hoffmann. Ab 1842 war er gemeinsam mit Willibald Alexis Herausgeber des Neuen Pitaval, in dem bis 1890 in sechzig Bänden etwa 600 Kriminalfälle veröffentlicht wurden. Sein Grab liegt auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin-Mitte, Chausseestraße.
Werke
(Auswahl)
- Lebens-Abriss Friedrich Ludwig Zacharias Werners. Berlin 1823.
- Aus Hoffmanns Leben und Nachlass. 2 Tle. Berlin 1823.
- Das Königl. Preußische Gesetz vom 11. Juni 1837 zum Schutz des Eigenthums an Werken der Wissenschaft und Kunst gegen Nachdruck und Nachbildung. Berlin 1838.
- Über belletristische Schriftstellerei als Lebensberuf. Ein Wort der Warnung für Jung und Alt. Berlin 1838.
- Leben und Briefe von Adelbert von Chamisso. Leipzig 1839.
- Anleitung zur Abfassung einer Relation aus Kriminalakten. Zum Besten der Justizoffizianten-Witwenkasse. Berlin 1843.
Literatur
- Namensartikel in der Allgemeinen deutschen Biographie von Teichmann.
- Namensartiktel in der Neuen deutschen Biographie von Adalbert Elschenbroich.
- Nikolaus Dorsch: "Julius Eduard Hitzig. Literarisches Patriarchat und bürgerliche Karriere. Eine dokumentarische Biographie zwischen Literatur, Buchhandel und Gericht der Jahre 1780-1815". (Marburger Germanistische Studien, Bd. 15) Frankfurt/M. u. a.: Lang 1994.
Hitzig, Julius Eduard
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hitzig, Julius Eduard |
| ALTERNATIVNAMEN | Isaac Elias Itzig (ursprünglich) |
| KURZBESCHREIBUNG | Schriftsteller und Kammergerichtsrat |
| GEBURTSDATUM | 26. März 1780 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 26. November 1849 |
| STERBEORT | Berlin |
