Junge Welt
Heute versteht sich die "junge Welt" als unabhängige sozialistische Tageszeitung und Teil einer linken Gegenöffentlichkeit. Sie befindet sich im Besitz der von ihren Lesern gegründeten "Linke Presse Verlags- Förderungs- und -Beteiligungsgenossenschaft junge Welt e.G." und kann so auf größere Einnahmen durch Anzeigen und auf finanzielle Unterstützung von Parteien verzichten. Sie erscheint im "Verlag 8. Mai", der ebenfalls von Akteuren der Tageszeitung gegründet wurde. Die Redaktion sitzt in Berlin.
Ein in gewisser Hinsicht berühmter Mitarbeiter der Jungen Welt ist Rainer Rupp, der unter dem Decknamen Topas für den Warschauer Pakt das NATO-Hauptquartier in Brüssel ausspionierte, bis das Ende der DDR zu seiner Enttarnung führte.
In den letzten Jahren wurde der Zeitung des öfteren vorgeworfen, daß sie einen antiamerikanischen und antizionistischen Kurs verfolgen würde. So unterstützen einige Redakteure die stark umstrittene Kampagne 10 Euro für den irakischen Widerstand der AIK.
Die "junge Welt" (jW) findet regelmäßig Erwähnung im Bericht des Bundesamt für Verfassungsschutz, wegen "linkextremer" und "propagandistischer" Haltung. Dies sowohl als beobachtetes Organ, als auch im Rahmen von umfangreichen Zitaten.
Weblinks
- http://www.jungewelt.de (unter anderem Archiv aller Ausgaben seit 1997)
Junge Welt war auch der Titel einer nach dem Zweiten Weltkrieg herausgegebenen Taschenbuchreihe des Fischer-Verlages sowie einer "Reichszeitschrift" der Hitler-Jugend.
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