Junkers J10
Der Flugzeugtyp Junkers J10 ist ein Ganzmetall-Eindecker, der im Jahre 1918 aus der J8, die sich zur Produktion nicht eignete, entwickelt wurde. Der Erstflug fand am 4. Mai 1918 statt. Es handelt sich um einen zweisitzigen, bewaffneten Aufklärer in Ganzmetallbauweise. Die militärische Bezeichnung lautete CL I. Es wurden insgesamt 43 Stück dieses Typs in einer Serienfertigung gebaut, davon wurden aber nur 6 bis Kriegsende fertig gestellt.
Mit der J10 setzte sich das Ganzmetallflugzeug in militärischen Kreisen durch. Die Vorteile dieser Bauart, die ohne weiteren Schutz im Freien abgestellt werden konnte, die Beschussunempfindlichkeit und die dadurch erzielte relative Sicherheit für die Besatzung erlaubte eine großzügigere Militärische Verwendung.
Es existierten zwei Varianten. Die erste besaß einen Mercedes D III aü mit 118 kW, 12.15 m Spannweite, 7,90 m Länge und 3,10 m Höhe.
Die zweite Variante wurde durch einen 136 kW BMW IIIa angetrieben, der über eine bessere Höhenleistung verfügte, und eine Spannweite von 12,02 m
Beide Typen erreichten eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 190 km/h
Nach dem Krieg ist eine Reihe dieser Flugzeuge als Kurier- oder auch als Passagierflugzeug verwendet worden. Die Maschinen wurden zum Teil bei Junkers umgebaut und mit einer geschlossenen Kabine für den Passagier ausgerüstet. Diese flogen dann unter anderem im März 1919 zwischen Weimar und Dessau Post und Passagiere. Aufgrund der Erfahrungen mit der J10 in der Zivilen Variante erfolgten Überlegungen für die J12, die aber schnell zur Entwicklung der Junkers F13 führten.
Siehe auch: Liste von Flugzeugtypen
Junkers J910 Junkers J910
