Junkers Ju 388
| thumb|right|280px|Junkers Ju 388 L-1 |
Bei dem Flugzeug Junkers Ju 388 handelt es sich um einen zweimotorigen Mitteldecker mit einziehbarem Fahrgestell und 3 Mann Besatzung. Die Maschinen war eine Weiterentwicklung der Junkers Ju 188 mit Konstruktionsideen der Ju 288. Der Antrieb erfolgte durch zwei Sternmotoren BMW 801J mit Turbolader speziell für den Höhenflug. Der Erstflug erfolgte wahrscheinlich noch im Dezember 1943.
Gegenüber dem Ausgangstyp wurde im Wesentlichen der Bug geändert. Der so genannte Kampfkopf wurde aerodynamisch verfeinert, die Höhenleistung der Triebwerke war wesentlich besser und es wurde eine Druckkabine mit Klimaanlage installiert. Daneben gab es noch ein Heizgerät nur für die Enteisung des Leitwerkes. Darüber hinaus wurden ungeschützte 500 l Tanks in die Tragflächen eingebaut, die über ein Schnellablassventil geleert werden konnten. Tragflächen und Leitwerk wurden weitestgehend von der Ju 188 übernommen.
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Ju 388 J-Serie "Störtebeker"
Dieser speziell für die Höhennachtjagd ausgerüstete Typ sollte das eindringen von Mosquito Bombern nach Deutschland verhindern. Anders als die K- und L-Serie erhielt die J-Serie der Ju 388 einen unverglasten Bug, auf dem die Kabine für die Besatzung angebracht wurde. Serienmäßig wurde eine FuG 218 "Neptun" Radar-Anlage installiert die auch vor von Hinten anfliegenden feindlichen Nachtjägern warnen konnte . Es wurde nur die Serie J-1 geliefert. Die J-2 und J-3 Serie kam nicht mehr zur Produktion. Ungewöhnlich für einen Jäger war die Heckbewaffnung die als ferngesteuerter Heckstand ausgeführt war.
Ju 388 K-Serie
Dieser speziell als Höhenbomber ausgerüstete Typ sollte das Eindringen in Feindgebiete ermöglichen ohne das die gegnerische Jagdwaffe eine Abfangmöglichkeit hat. Diese K-Serie erhielt eine Vollsichtkanzel. Die Heckbewaffnung war als ferngesteuerter Heckstand ausgeführt
Ju 388 L-Serie
Dieser speziell als Höhenaufklärer ausgerüstete Typ sollte das Eindringen in Feindgebiete ermöglichen ohne das die gegnerische Jagdwaffe eine Abfangmöglichkeit hat. Diese J-Serie erhielt eine Vollsichtkanzel. In der speziell angebrachten Rumpfwanne befanden sich Reihenbildkameras. Die Heckbewaffnung war als ferngesteuerter Heckstand ausgeführt .
Technische Daten Ju 388 J-1 (1944/45)
- Länge: 16,20 (inklusive Radar)
- Höhe: 4,35 m
- Spannweite: 22,00 m
- Triebwerke: zwei 14-Zylinder Doppelsternmotoren BMW 801J mit je 1.810 PS Startleistung
- Höchstgeschwindigkeit: 600 km/h
- Dienstgipfelhöhe: 13.500 m
- Reichweite: 2.200 km
- Max. Startgewicht: 14.500 kg
- Bewaffnung:
- Je zwei 30 mm Kanonen MK 108 und 20 mm MG 151/20 unter der Nase sowie zwei 13 mm MG 131 im Heck
- Zwei MG 151/20 oder MK 108 im hinteren Rumpf ca 60 Grad nach Vorne Oben feuernd Schräge Musik
- Radar (Aktiv): FuG 218 "Neptun" V/R mit Rückwärtswarnung
- Radar (Passiv):FuG 227 "Flensburg", ggf auch FuG 350 "Naxos"
Weblinks
Siehe auch: Liste von Flugzeugtypen, Flugzeuge des zweiten Weltkrieges
