Jüterbog
| Wappen | Karte |
|---|---|
| fehlt noch | 140px|Deutschlandkarte, Position von Jüterbog hervorgehoben |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Brandenburg |
| Landkreis: | Teltow-Fläming |
| Fläche: | 175,74 km² |
| Einwohner: | 13.604 (31.12.2002) |
| Bevölkerungsdichte: | 77 Einwohner je km² |
| Höhe: | 76 m ü. NN |
| Postleitzahl: | 14913 |
| Vorwahl: | 03372 |
| Geographische Lage: | 51°59' N 13°05' O |
| Kfz-Kennzeichen: | TF |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 72 169 |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Markt 21 14913 Jüterbog |
| Offizielle Website: | www.jueterbog.de |
| E-Mail-Adresse: | stadt.jueterbog@t-online.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Bernd Rüdiger (FDP) |
Jüterbog ist eine Stadt im Landkreis Teltow-Fläming am Übergang zwischen Hohem Fläming und Niederem Fläming. Sie wurde früher wegen der starken Mauern und Befestigungen "Märkisches Mantua" genannt.
| Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
1007 wurde der Ort, eine dörfliche Siedlung mit Burgwall, erstmals als "Jutriboc" erwähnt. Der Name kommt vielleicht aus dem Altsorbischen von "jutro" = "Morgen" und "bok" = "Seite, Flanke, Abhang", jedoch wird um den Namensursprung gestritten. 150 Jahre später, 1157, eroberte der Magdeburger Erzbischof Wichmann den Ort und wandelte ihn einen deutschen Burgward um, der Zentrum einer stiftsmagdeburgischen Exklave zwischen der Mark Brandenburg (Askanier) und dem Herzogtum Sachsen-Wittenberg (Askanier) war. Die Exklave entwickelte sich schnell zu einem besonders geförderten Fernhandelszentrum. So erhielt der Ort 1174 das Stadtrecht, das zweitälteste des heutigen Landes Brandenburg. Nach dem Stadtbrand 1478 wurde der Wiederaufbau durch die Magdeburger Erzbischöfe gefördert. Nach Ende des Dreißigjährigen Kriegs 1648 lag Jüterbog wie viele andere Städte darnieder, und nach dem Übergang von Magdeburg an Kursachsen büßte es seine alte Bedeutung endgültig ein.
Der Siebenjährige Krieg (1756 - 1763) brachte erneut Elend nach Jüterbog. Nach dem Krieg wurde Kloster Zinna als preußische Weberstadt vor den Toren des damals noch sächsischen Jüterbog gegründet. Zeitgleich entwickelte sich Luckenwalde langsam zum Industriestandort. Die auf dem Handwerk beruhende Wirtschaft Jüterbogs brach zusammen und die Stadt verarmte zusehends.
Im Wiener Kongress wurde 1815 Sachsens Nordhälfte, einschließlich Jüterbog, als Kriegsentschädigung an Preußen abgetreten. Das sächsische Amt Jüterbog und der preußische Kreis Luckenwalde vereinigten sich zum Landkreis Jüterbog-Luckenwalde, Kreissitz wurde Jüterbog. Auf Drängen der Stadtverordneten wurde die Stadt 1832 zum Garnisonsort. 1841 erhielt sie einen Bahnhof an der Berlin-Anhalter Eisenbahn. Als die 1897 begründete Jüterboger Pferdebahn 1928 durch Omnibusse abgelöst wurde, war sie eine der letzten ihrer Art in Deutschland gewesen.
Von den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges blieb die Stadt weitestgehend verschont. Erst im April 1945 erlitt sie einen großen Bombenangriff, der aber die Innenstadt nicht erreichte. Am 20. April besetzte die Rote Armee Jüterbog nahezu kampflos. Mit der Kapitulation Deutschlands und der Neuordnung durch die Siegermächte verlor die Stadt vorerst den Kreissitz an Luckenwalde, erhielt ihn aber 1952 zurück. Die territoriale Neugliederung in Bezirke ließ zwei Kreise entstehen, den Kreis Jüterbog und den Kreis Luckenwalde. Durch die Stationierung von Streitkräften der UdSSR wurde die Tradition der Militärstadt fortgesetzt. Industrielle Entwicklungen blieben in der Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte und Instandhaltung bzw. Mechanisierung dieses Wirtschaftszweiges stecken. Die Reformen der Gorbatschow-Ära und der Ablauf des Staatsvertrags zwischen der damaligen DDR und der damaligen UdSSR führten zum ersten Abzug einer Militäreinheit im Mai 1989. Die politische Wende ab dem November beendet die militärische Tradition. 1994 verließ der letzte Soldat die Region.
Ortsteile
- Fröhden
- Grüna
- Kloster Zinna
- Markendorf
- Neuheim
- Neuhof
- Werder
Städtepartnerschaft
Jüterbog unterhält eine Städtepartnerschaft mit Waldbröl und Aßlar.
Persönlichkeiten
Am Mellensee | Baruth/Mark | Blankenfelde-Mahlow | Dahme/Mark | Dahmetal | Großbeeren | Ihlow | Jüterbog | Luckenwalde | Ludwigsfelde | Niederer Fläming | Niedergörsdorf | Nuthe-Urstromtal | Rangsdorf | Trebbin | Zossen
Koordinate: 51°59'00 N 13°05'00 O
