Juthungen

Juthungen (griechisch: Iouthungi lateinisch: Iuthungi) - wahrscheinlich alamannischer Stamm nördlich von Donau und Altmühl. Der Stamm wird unter Anderen vom römischen Schriftsteller Ammianus Marcellinus (330-395) erwähnt. Im Gegensatz zu den Breisgauern (lat. Brisgavi), Bucinobanten (lat. Bucinobantes) und den Lentiensern (lat. Lentienses) bezeichnet der Stammesnamen Juthungen nicht deren Herkunftsgebiet sondern den Stamm selbst. Der Name bedeutet soviel wie "Abkömmlinge, Nachkommen"; diese Wortbedeutung bezieht sich auf eine Verbindung mit dem suebischen Stamm der Semnonen.

In den Jahren 259/260 fielen die Juthungen in Italien ein, wurden allerdings beim Rückmarsch am 24./25. April 260 von Marcus Simplicinius Genialis in der Nähe von Augsburg geschlagen, wie der 1992 gefundene, sogenannte Augsburger Siegesaltar bezeugt. In diesen Jahren ging das Limesgebiet für das Römische Reich verloren. 270/71 fielen die Juthungen in Italien ein, wurden schließlich von Aurelian besiegt. 356 - 358 erfolgte zusammen mit den Alemannen ein Einfall in die Provinz Raetien bei dem das Legionslager Regensburg zerstört wurde. Beim erneuten Vorstoß nach Raetien 383 wurden die Juthungen durch ein Heer von Alanen und Hunnen zurückgeschlagen. Der weströmische Magister militum Aetius kämpfte 429 - 431 in den Provinzen Raetien und Noricum gegen die Juthungen.

Siehe auch

Quellen

Literatur


See also: Juthungen, 1992, 24. April, 259, 260, 27, 270, 330, 356, 358