Kalisalz
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Kali ist ein Salz.
Das geförderte Kali wird in großen Fabrikanlagen zu hochwertigem landwirtschaftlichem Kalidünger verarbeitet. Abraum wie Ton und Schiefer müssen vom Mineral entfernt und das Kaliumchlorid rausgetrennt werden. Das Mineral Kali verstärkt bei Pflanzen die Stoffwechselprozesse: Die Fotosynthese wird intensiviert, die Umwandlung von Zucker und der Aufbau von Eiweiß beschleunigt. Insgesamt lässt sich zusammenfassen, wird durch die Kalidüngung das Wachstum der Pflanzen verstärkt. Kalisalz entstand vor gut 200 Millionen Jahren durch salzhaltiges Meerwasser, das über flache Meerengen in Tiefebenen floss, wo es verdunstete. Bei hoher Salzkonzentration wurde das Kalisalz ausgeschieden und auf dem Boden der Salzmeere abgelagert. In späteren Jahrtausenden wurden sie von Erdmassen zugedeckt und dadurch vor der Auflösung geschützt.
Nahe den Kali-Förderanlagen gibt es riesige Abraumhalden, auf die täglich mehrere Tonnen Erde über Förderbänder geliefert wurde. Diese Erosionslandschaften, die als „Kali-Mandscharos“ bezeichnet werden und an die Kaliberge in Nepal und Indien erinnern, sind ökologisch nicht unproblematisch, da die salzhaltigen Rückstände bei Niederschlägen ins Grundwasser gelangen. Auch durch Wind wird das konzentrierte Salz vom Abraum weggeweht und führt zum einen zu einer veränderten salzliebenden Flora in der Umgebung (da andere Konkurrenten keine Chance in dem Gebiet mehr haben) und zum anderen zu Rissen in Häusern durch Salzsprengung.
Große Mengen Kalisalze wurden auch nahe Mühlhausen im Elsass abgebaut. Da der Untertagebau ab 1992 im Kalirevier im Elsass nicht mehr rentabel war, wurde die Förderanlagen abgestellt. Heute lassen sich in einem Freilichtmuseum die ehemaligen Bergwerke besichtigen.
