Kampfbegriff
Ein Kampfbegriff ist ein Wort, welches in öffentlichen Diskussionen genutzt wird, um das Publikum vom eigenen Anliegen zu überzeugen. Anders als die präzisen Begriffe einer Sachdiskussion, ist der K. regelmäßig unpräzise und dient nicht dem Erkenntnisgewinn sondern der Manipulation.
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positiv besetzte Begriffe
Werden von Disputierenden genutzt, um das eigene Anliegen zu beschreiben. Beispiele: sozial, gerecht, demokratisch, sind Begriffe die mit unterschiedlichem Inhalt gefüllt werden können, jedoch eine positive Wirkung haben sollen.
negativ besetzte Begriffe
Werden von Disputierenden genutzt, um das gegnerische Anliegen zu beschreiben. Beispiele: unsozial, unfair, sozialdarwinistisch, sind Begriffe die mit unterschiedlichem Inhalt gefüllt werden können, jedoch eine negative Wirkung haben sollen. Auch Substantive wie Kapitalismus oder Kommunismus können als Kampfbegriff genutzt werden.
verschleiernde Begriffe
Werden von Disputierenden genutzt, um Ziele zu verschleiern oder abzumildern. Wenn z.B. Kommunismus negativ belegt ist, kann anstelle der Kommunistischen Internationale auch von Komintern gesprochen werden. Im Kern ähnelt diese Form dem Neusprech.
Kampfbegriffe und Enzyklopädie
In eine Enzyklopädie können Kampfbegriffe als Lemma aufgenommen werden, um die verschiedenen Bedeutungen darzustellen. Kampfbegriffe werden, da sie nicht dem Erkenntnisgewinn dienen, im Erklärungstext nicht verwendet, ausgenommen sind nur Zitate.
