Kanaan
Kanaan heißen in der Bibel
- das Land zwischen der östlichen Mittelmeerküste und dem Jordan sowie zwischen dem Libanongebirge und der Negevwüste vor der Einwanderung der Hebräer (in der biblischen Bezeichnung Volk Israel genannt); siehe nachgestellter Absatz
- die dort vor und teilweise mit den Israeliten lebenden sog. Kanaaniter oder Heidenvölker;
- der Stammvater dieser Völker, ein Sohn Hams, des zweiten Sohnes Noachs.
Die in der Gegend des biblischen Kanaans lebenden Hunde wurden nach der Anerkennung als eigenständige Rasse (Ca. 1930) als Kanaanhunde bezeichnet.
Nicht zu verwechseln mit dem Land Kanaan ist der Ort Kana (geogr.) in Galiläa, Schauplatz der Hochzeit zu Kana (Bibel, Joh. 2).
Land Kanaan
Kanaan ist das nach dem Bericht der Genesis (Kapitel 12ff) Abraham und seinen Nachkommen versprochene Land.
Jahrhunderte später, nach dem Auszug aus Ägypten, wurde das Land Kanaan von Israel erobert oder auch friedlich besiedelt - die biblischen Darstellungen gehen teils in die eine, teils in die andere Richtung (Trompeten von Jericho).
Die Warnung vor den Fruchtbarkeitsgöttern Kanaans, ihren Riten und Bildern, durchzieht alle älteren Schichten des Alten Testaments. Für die Zeit Salomons soll es Verehrungen der Muttergöttin Astarte gegeben haben. (siehe hierzu auch Kanaanitische bzw. Ugaritische Religion)
Der Name verschwand spätestens in römischer Zeit zugunsten der Bezeichnung Syria.
