Busendorf

Wappen Karte
120px|Ortswappen Busendorf 140px|Lage von Busendorf (markiert)
Basisdaten
Staat Bundesrepublik Deutschland
Bundesland Brandenburg
Landkreis Potsdam-Mittelmark
Gemeinde Stadt Beelitz (Mark)
Einwohner  ?
Bevölkerungsdichte  ? Einwohner/km²
Geografische Daten
Länge 12° 58' 00'' O / 12.9667
Breite 52° 13' 60'' N / 52.2333
Höhe  ? m über NN
Fläche  ? km²
Nützliches
Postleitzahl 14547
Gemeindeschlüssel 12 0 69 017
Vorwahl 033206
Kfz-Kennzeichen PM
Adresse der
Stadtverwaltung
Berliner Str. 202
14547 Beelitz
Politik
Ortsbürgermeister Thomas Wardin (SPD)
Bürgermeister Matthias Gedicke
Information und Kontakt
Website www.Busendorf.de
E-Mail info@Busendorf.de
Inhaltsverzeichnis

Drei sächsische Dörfer

Die bis 1815 sächsische Gemeinde gehört mit den drei Teilen Busendorf, Kanin und Klaistow seit dem 1. Januar 2001 zur Stadt Beelitz (Mark).

Herkunft des Ortsnamens

Zuverlässig ist die Herkunft des ungewöhnlichen Ortsnamens nicht belegt.

Nach einer kirchlichen Version war die Kapelle des Gemeindeteils Kanin vor Jahrhunderten eine Betstelle des Zisterzienserklosters Lehnin, in der Mönche in Abgeschiedenheit ihre Andacht halten und Buße ableisteten konnten. Der Ort der Buße entwickelte sich zum heutigen Namen.

Die Lage an einem Busen (Bucht) des inzwischen ausgetrockneten Sees, den es an der Stelle der heutigen Luchwiesen gab, ist eine weitere Erklärung.

Geschichtliches

Busendorf wurde 1420 das erste Mal urkundlich erwähnt. Später kamen noch die Ortsteile Kanin und Klaistow dazu. Die typisch wendischen Rundlingssiedlungen bildeten bis zu den Befreiungskriegen 1815 als Exklave den nördlichsten Zipfel des Kurfürstentums Sachsen und waren fast vollständig vom preußischen Land umgeben. Das ergab kuriose Situationen. Während Kanin selbst kursächsisch war, gehörte der Dorfkrug zu Preußen. Preußische Deserteure des "Ersten Gardebataillons zu Fuß" aus Potsdam konnten sich in den sächsischen Dörfern in Sicherheit bringen, doch im preußishen Dorfkrug gingen die Fahnenflüchtigen oft in die Falle der Husaren aus Ferch. Auf sie wartete der Spießrutenlauf in Potsdam.

Auch für die Schmuggler war die Gegend lohnend. "Kaffeegrund" hieß ein Gehölz, in dem zu Zeiten des Alten Fritz ein reger, illegaler Grenzverkehr stattfand. Die begehrten und teuren Kaffeebohnen wurden illegal von liberalen Sachsen ins sittenstrenge Preußen befördert.

Die Zugehörigkeit der drei Dörfer zu Sachsen ist nicht mehr erkennbar, geblieben ist nur der Name "Sächsische Dörfer". Die vorherrschende Mundart wurde von Sachsen nicht geprägt. Das zauchisch-teltow'sche Platt der ganzen Gegend war Umgangssprache.

Wegen ihrer geringen Gemeindegröße hatten die drei Dörfer nur eine gemeinsame Kirche und Schule in Kanin. Die Kirche war eine Filiale der Mutterkirche von Bliesendorf. Die Kirche entstand 1138 aud Feldsteinen und ist die älteste der Mark Brandenburg. Die Restaurierung wird von der "Deutschen Stiftung Denkmalsschutz" in Bonn unterstützt.

Allgemeines

Busendorf liegt am Rand eines ausgedehnten Spargelgebietes. Anbau, Verarbeitung und Vermarktung von Spargel stellen einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. Zunehmend wird der Spargelhof in Klaistow auch zu einem attraktiven Ausflugsziel, da die geschäftstüchtigen Betreiber das Gelände sehr besucherfreundlich gestalten und ständig ausbauen (Wildgehege, Kleintier- und Streichelzoo, großer Kinderspielplatz, Gastronomoe, Hofladen, saisonbegleitende Veranstaltungen, seit 2004 Kolumbus' Schiff "Santa Maria" in Originalgröße) und damit tausende Besucher anziehen. Von hier aus wird das Edelgemüse inzwischen bis nach Singapur exportiert.

Ortswappen

Die drei Orte werden im Wappen jeweils durch eine Spargelstange symbolisiert. Die horizontal nach oben gebogene Teilung des Wappenschildes symbolisiert einen Spargeldamm. Die sächsische Vergangenheit wird im oberen Teil des Ortswappens durch das das neunfach waagerecht schwarz/gelb-geteilte Feld dargestellt.

Verkehrsanbindung

Weiteres

Weblinks



See also: Busendorf, 1138, 1815, Beelitz-Heilstätten, Beelitz (Mark), Beetzsee